2aufweltreise.de Startseite
zur Startseite
Email
sponsoren
News
mehr über Tommy & Rosa
Vorbereitung und Ausrüstung
Route
Länderinfos
on the road
Presseberichte
newsletter
Gästebuch
Bilder von unserer Reise

Wir nehmen Euch mit auf unserer Reise...

Tommy & Rosa

Unser Reisetagebuch

Australien - Teil 2

Melbourne - Kangaroo Island - Flinders Ranges

26. Oktober - 10. November 2005

Gefahrene Kilometer: 3087 km
Strecke: Mordialloc (Melbourne) > Sorrento (Fähre) > Queenscliff > Torquay > B100 (Great Ocean Road) Lorne > Apollo Bay > Port Campbell > Warrnamboll > C178 Penshurst > Halls Gap (Grampians Nationalpark) > Horsham > C240 Naracoorte > Kingston S.E. > B1 Neningie > Wellingten > B45 Goolwa > Cape Jervis (Fähre zur Insel) > Penneshaw (Kangaroo Island) > Cygnet River > Vivonne > Karatta > Kingscote > Penneshaw (Fähre zum Festland) > Hahndorf > Adelaide > A1 Port Wakefield > Crystal Brook > Laura > B82 Melrose > Wilmington > Port Augusta > B 83 Quorn > Hawker > Wilpena

Die letzten Tage in Melbourne
Tommys Dakar lahmt. Das Federbein hat durch die vielen Strapatzen schlapp gemacht. Zum Glück ist es nur die Spiralfeder, die gestaucht ist. Von MotoOne, wo Rosas Moped steht, bekommen wir die Adresse von Promecha, einem Fahrwerks- Spezialisten.
Dort soll das Motorrad eine neue, etwas stärkere Feder bekommen. Glücklicherweise ist das innerhalb eines Tages zu bewerkstelligen, so daß beide Motorräder am gleichen Tag abfahrbereit sein werden!
Überpünktlich stehen wir bei MotoOne auf der Matte, um Rosas Motorrad abzuholen, danach geht´s zu Promecha - alles fertig. Wir fahren etwa 10 km durch die Stadt, halten an einer Tankstelle zum Luft prüfen, da bemerkt Tommy, daß die Schutzabdeckung des Federbeins fehlt. Also zurück zum Federbein- Fuzzi...Aber dann endlich, sind wir startklar!

Great Ocean Road
Wieder verabschieden wir uns von Tim und Eva, die uns so sehr geholfen haben! Wir hoffen, daß wir dieses Mal wirklich loskommen...
Mit der Fähre setzen wir über von Sorrento nach Queenscliff - so sparen wir uns viele Kilometer, dann fahren wir die legendäre Great Ocean Road, die meist direkt an der Küste entlang führt. Traumhaft: Kurven ohne Ende, atemberaubende Küstenabschnitte und abwechslungsreiche Landschaft! Wir sind fasziniert und halten immer wieder, um die Aussicht zu genießen und Fotos zu machen.
Im Otway Nationalpark finden wir einen schönen Natur- Campingplatz direkt am Meer. Morgens beim Frühstück hören wir ein merkwürdiges lautes Gebrüll. Tommy macht sich auf die Suche und entdeckt den Verursacher: Ein Koala sitzt in luftiger Höhe auf einem Eukalyptusbaum!
Weiter geht´s auf der Great Ocean Road. Immer wieder zweigen unbefestigte Pisten ab, die uns mehrmals dazu verleiten, abzubiegen. Dann kommen sie in Sichtweite - die 12 Apostel, die eigentlich nur noch zu elft sind, da einer von ihnen eingebrochen ist. Tim und Eva empfahlen uns, einen Hubschrauberflug mitzumachen, um die Apostel von einer anderen Perspektive zu sehen. Ein Erlebnis besonderer Art, das sich wirklich lohnt. Wir sind begeistert!
Wieder auf zwei Rädern halten wir bei einigen Steinformationen an - Loch Ard Gorge, The Arch und London Bridge. Wunderschön hier!
Kurz nach Peterborough wird´s dann plötzlich langweilig- gerade Straßen, weg von der Küste.

Grampians Nationalpark
Schon früh am Mittag erreichen wir bei den Grampians Nationapark. Auf einem Campingplatz bei Halls Gap schlagen wir unser Lager auf. Wir haben Glück, daß wir überhaupt einen Platz bekommen, denn dieses Wochenende ist in Melbourne Pferderennen. Und das ist den Melbournern so heilig, daß Montag dort Feiertag ist! So verbringen viele Familien das verlängerte Wochenende im nahen Nationalpark.
Ohne Gepäck nutzen wir das gute Wetter, um auf unbefestigten "Tracks" den Nationalpark zu erkunden. Auf dem Heimweg entdeckt Rosa auf einer Lichtung Kängurus! Die scheinen an Menschen gewöhnt zu sein, und wir können sie aus nächster Nähe beobachten.
Abends feiern wir Tommys Geburtstag bei 1,5 Liter australischen Rotwein aus dem Kanister und Rumpsteak vom Grill - lecker, lecker...!
Noch etwas müde vom Feiern klappern wir am nächsten Morgen die "Points of Interests" des Nationalparks ab. Und das lohnt sich - Wasserfälle, Felsformationen und Aussichtspunkte ohne Ende!
Eine 3- stündige Wanderung führt uns vom McKenzie- Wasserfall nach Zumstein und wieder zurück auf schmalen Pfaden durch unberührte Natur. Zumstein ist laut Reiseführer eine Känguru- Hochburg, aber die scheinen heute alle frei zu haben, denn wir sehen kein einziges!

Polizeistop
Die Strecke Richtung Adelaide ist relativ unspektakulär. Nur die vielen Salzseen entlang der Straße und die netten alten Städtchen lassen uns das ein oder andere Mal anhalten. In Narracoorte werden wir aus unserer Lethargie gerissen - eine Polizeistreife stoppt uns, und wir werden freundlichst zum Alkoholtest gebeten!
Im Nationalpark Coorong schlagen wir uns in die Büsche zum Zelten. Der Nationalpark besticht durch seine Salzseen, Pelikane und die Nähe zum Meer - hier darf man tatsächlich am Strand entlang fahren! Die einzige Auflage ist das Tempolimit mit 60 km/h! Die B37 zwischen Goolwa und Cape Jervis erinnert uns ein bisschen an unseren heimischen Schwarzwald- geschwungene Kurven durch sanfte Hügel.

Kangaroo Island
Die Fähre von Cape Jervis soll um 18.00 Uhr nach Kangaroo Island abfahren, aber sie startet eine halbe Stunde früher- wir haben die neue Zeitzone, die hier um eine halbe Stunde differiert, verpasst. Aber wir sind auf dem Schiff, das ist die Hauptsache. Die 45minütige Fahrt kostet uns 122,- AUD.

Pinguin- Parade in Penneshaw
In Penneshaw kommen wir an und dort wollen wir auch die erste Nacht bleiben. Zum einen weil es schon spät ist, zum anderen weil hier allabendlich die Pinguine vom Fischen zu ihren Brutplätzen heimkehren- und das wollen wir natürlich sehen! Der einzige Campingplatz im Ort ist geschlossen, aber wir dürfen trotzdem, nach ein bisschen Bitten und Betteln, unser Zelt dort aufschlagen.
Eigentlich müsste man für die Pinguin- Parade Eintritt bezahlen. Es ist ein Führer dabei, der mit Rotlicht ein bisschen Helligkeit schafft und alles Wissenswerte über die Pinguine erzählt. Es ist aber erlaubt, auch ohne Führung zu den Brutplätzen zu gehen und so warten wir, bis die Gruppe ein Stückchen weiter ist, und gehen in einigem Abstand hinterher- uns sind die 9,- AUD pro Nase doch etwas zuviel. Aber wir sehen sie auch- die Pinguinbabys, wie sie hungrig und aufgeregt flügelschlagend auf ihre Eltern warten. Und die Pinguineltern, die reihenweise aus dem Meer gewatschelt kommen.

Das Känguru Beenie
Wir steuern am nächsten Morgen den Nationalpark Flinders Chase an. Vor den Toren des Nationalparks gibt es einen Campingplatz "Caravanpark Western K.I." , wo es viele Koalas gibt. Und wir hörten auch von einem zahmen Känguru!
Und tatsächlich - dort sitzt ein Koala mit Nachwuchs im Beutel in einer Astgabel! Nach und nach entdecken wir rund um uns weitere Koalas und auch Beenie das zahme Känguru! Besser gesagt, es entdeckt uns, denn es beschnuppert alles ausgiebigst- uns, die Mopeds und den Inhalt des Zelts! Die 5jährige Beenie wurde als Baby im Beutel seiner totgefahrenen Mutter gefunden und von Menschen aufgezogen.

Nächtliche Störung
Tommy sagt noch- alles Essen in die Koffer! Rosa lässt aber trotzdem den fest verschlossenen wasserdichten Sack mit Brot und Kartoffeln im Zelt. Nachts wachen wir von Geschirrgeklapper auf- im Vorzelt stolpert ein kleines Viech mit Glupschaugen über unsere Töpfe und Pfannen. Es ist ein Possum auf dem direkten Weg zum Erdepfelsack! Schon nagt er an dem Sack und wir müssen fast schiere Gewalt anwenden, um das Possum in die Flucht zu schlagen. Der Seesack landet in dieser Nacht dann doch noch im Koffer...

Flinders Chase Nationalpark
Nach einem ungemütlichen Regentag, den wir für´s Reisetagebuch nutzen, strahlt am folgenden Morgen wieder die Sonne. In der Nacht war wieder das Possum da - dieses Mal haben wir schön aufgeräumt: Kein Geschirr zum Klappern und nichts Eßbares im Zelt!
Für diesen Tag haben wir uns den Flinders Chase Nationalpark vorgenommen. Da der Eintritt kostet, wollen wir alles Sehenswerte an einem Tag besichtigen. Der Straßenrand wird gesäumt von Knochen und verwesenden Tierleichen- von den Kängurus und Wallabies, die hier tagtäglich überfahren werden. Besonders in der Dämmerung und nachts überqueren sie oft die Straße, und wehe ihnen, wenn gerade ein Auto vorbeibraust. Nicht umsonst haben die meisten Autos hier einen riesigen Rammschutz montiert...
Zunächst fahren wir zum "Cape du Couedic", um den Seehunden am "Admirals Arch" aus nächster Nähe beim Kämpfen und Spielen zuzuschauen. Auch landschaftlich ist es fantastisch hier - schroffe Küstenfelsen mit heftiger Brandung und eine Tropfsteinhöhle.
Der nächste Höhepunkt sind die "Remarkable Rocks", riesige Felsen, die durch Wind und Wetter die skurilsten Formen angenommen haben. Als Krönung dieses Tages fahren wir auf unbefestigten Pisten durch die Eukalyptus- Wälder. Außer uns scheint hier keiner unterwegs zu sein - es begegnet uns kein Mensch. Anfangs ist der Untergrund etwas gewöhnungsbedürftig, denn hier gibt es keine normalen Kieselsteine, sondern die roten Steinchen ähneln Hygrokulturkügelchen - sie sind rund und dementsprechend eiern wir durch die Gegend. Aber so läßt es sich auch um so leichter um die Kurven driften, und besonders Tommy macht es ziemlich viel Spaß!

Zurück auf´s Festland
Eigentlich könnten wir uns hier länger aufhalten, denn Kangaroo Island gefällt uns ausgesprochen gut. Aber die Zeit erlaubt es uns leider nicht, und eigentlich haben wir schon alles gesehen, was wir wollten. Die große Sanddüne "Little Sahara" haben wir uns für den Abreisetag vorgenommen, den sie liegt auf dem Rückweg zum Festland. Und der kleine Abstecher lohnt sich und macht Lust auf mehr - zur "echten" Sahara müssen wir auch mal unbedingt, irgendwann!

Ein deutsches Dorf
Hahndorf, ein kleines deutsches Dörfchen etwa 30 km südöstlich von Adelaide, das deutsche Traditionen pflegt, ist unser nächstes Ziel. Die Fahrt dorthin macht Laune - ein kleines Strässchen, wenig Verkehr, viele Kurven...
Die alte Dame in der Tourist- Info erkennt an unserem Akzent, daß wir aus Deutschland kommen und heißt uns auf deutsch willkommen. Der erste Gang gilt der Bäckerei: Wir ergattern die letzte Laugenbrezel und ein Traum von Brot: Ein Roggenmisch!! Sonst bekommt man in Australien grundsätzlich nur Toastbrot, was auf die Dauer ohne Toaster einfach nur widerlich schmeckt! Der zweite Ladenbesuch ist beim Metzger, denn wir haben durch´s Schaufenster doch tatsächlich Landjäger und Rohesser entdeckt! Das gibt ein Festschmaus ohnegleichen!
Auch sonst ist das Dörfchen ausgesprochen nett - es gibt kleine, liebevoll im ursprünglichen Stil renovierte Häusschen, und es ist irgendwie mal wieder schön, deutsche Hinweisschilder zu lesen.

Adelaide
Adelaide soll schön sein, aber eigentlich haben wir genug von größeren Städten. Trotzdem wollen wir reinfahren, denn unsere Reifen haben inzwischen über 10000 km gefahren, und wir wollen uns Hinterreifen mitnehmen. Noch haben die alten genug Profil, aber für den Oodnadatta Track, eine etwa 600 km lange, unbefestigte Piste, die wir vor uns haben, wollen wir bald neue aufziehen.
Wir fahren zum BMW- Händler, da wir außerdem noch für Tommy´s Dakar eine Schraube benötigen, die wir bisher sonst nirgends finden konnten - es ist die Schraube, mit der der untere Anlenkpunkt des Federbeins befestigt wird. Die Firma "Promecha" in Melbourne, die die Feder ersetzt hat, hat uns darauf aufmerksam gemacht, daß die Originalschraube verbogen ist.
Erst beim Händler, bei dem wir mittags um halb Eins ankommen, bemerken wir, daß Samstag ist. Die Serviceabteilung hat gerade geschlossen - also keine Schraube und keine Reifen. Aber bei BMW sind sie sehr nett, und sie versuchen für uns etwas aufzutreiben. Wichtiger als die Reifen ist uns die Schraube, und tatsächlich nach ein paar Telefonaten: Ein Aprilla- Händler hat metrische Schrauben da, und sogar die richtige Größe! Bei größter Hitze (warum ist es immer so heiß, wenn wir in einer Großstadt unterwegs sind??) geht´s also so schnell wie möglich dorthin. Schnell, da dieser ebenfalls bald schließt. Leider passt die Schraube ganz und gar nicht. Ein letzter Versuch gilt einem großen Baumarkt - und dort finden wir eine im richtigen Durchmesser und in der richtigen Qualität, nur etwas zu kurz ist sie. Aber ohne Unterlagscheibe...vielleicht passt sie, wir werden sehen!

Quietsche- Entchen
Der Flinders Range- Nationalpark ist uns wärmstens empfohlen worden, und er liegt ja quasi auf unserem Weg nach Alice Springs. Anfangs nehmen wir den Highway Nr. 1 Richtung Port Augusta, um vorwärts zu kommen - Adelaide hat uns doch etwas Zeit gekostet. Aber nach 100 km stur geradeaus haben wir die Schnauze voll und biegen auf ein Nebensträsschen ab. Es wird immer heisser, je weiter nördlicher wir kommen und je mehr wir uns dem Outback nähern. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns die nächste Zeit erwarten wird...
Ein freundliches Dorf namens Laura kommt gerade zur rechten Zeit, und wir steuern dort den Caravanpark an. Auf dem familiären Campingplatz werden wir herzlichst empfangen, und als für den nächsten Tag Sturm und Gewitter vorhergesagt wird, und es tatsächlich sehr nach Regen aussieht, sind wir nicht böse, einen Tag länger zu bleiben. Tommy will endlich dem Quietschen seiner Dakar auf die Schliche kommen. Dieses Quietschen tauchte kurz nach dem Erneuern der Feder des Federbeins auf und macht sich bemerkbar, wenn Tommy die Dakar in die Federn drückt - z.B. beim Aufsitzen. Und er will die neu erstandene Schraube einbauen, wenn sie passt.
Die Schraube passt tatsächlich ohne die Unterlagscheibe, aber beim Einbau bemerkt er, daß an der oberen Federbeinaufnahme etwas nicht stimmen kann - da ist zuviel Spiel.
Nach einer größeren Schrauberei kann das Rahmenheck angehoben werden, und da findet Tommy den Fehler - der Schrauber bei Promecha, der die neue Feder eingebaut hat, hat vergessen, die obere Schraube zur Befestigung des Federbeins anzuziehen! Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn sie sich komplett gelöst hätte!
Auch die Ursache des Quietschens finden wir: Es wurde eine stärkere Feder eingebaut, die nun innen leicht am Federbeindämpfer streift. Toll...An unsere Motorräder lassen wir zukünftig nur noch Tommy und BMW...Nein, nicht so extrem. Aber wir passen zukünftig einfach besser auf. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!
Gerade beginnt Tommy die Dakar wieder zusammenzubauen, fängt es an zu regnen und hört nicht mehr auf. Es gewittert und Gordon, der Parkwärter "klopft" ans Zelt. Bevor wir davonschwimmen, dürfen wir gerne in einen Caravan- ohne Aufpreis! Wir lehnen erst mal dankend ab - noch hält das Zelt uns trocken! Aber als Gordon uns das fünfte Mal fragt, ob wir nicht in den Wohnwagen umziehen wollen, sagen wir zu. Zumal unter der Zeltplane schon das Wasser steht, und Gordon uns von einer Sturmwarnung erzählt. Also werden wir in den Wohnwagen verfrachtet und unsere Mopeds in den trockenen Schuppen!
Zwischendurch hellt es für eine Stunde auf, die für Tommy ausreicht, sein Kälbchen wieder zusammenzubasteln. Und das Quietschen ist dank altbewährter Vaseline auch weg! Die Nacht ist ruhig, es regnet nur ab und zu. Der Sturm hat sich wohl irgendwo anders ausgetobt.

Port Augusta
Hier sind wir, um endlich neue Hinterreifen für unsere BMW´s zu bekommen. Es gibt nur einen Motorradhändler hier, aber der ist gut sortiert und hat tatsächlich das Richtige für uns: Dunlop D606, die unseren TKC 80, die wir vorher montiert hatten, ziemlich ähneln. Kurze Zeit später verlassen wir frisch besohlt Port Augusta, jedoch nicht bevor wir im riesigen Supermarkt unsere Vorräte aufgefrischt haben. Auf dem Weg zu den Flinders Ranges bemerken wir die Nachwirkungen des Sturmes, denn die Floodways - das sind Senken in der Straße, die von ausgetrockneten Flußbetten gekreuzt werden - sind mit Wasser gefüllt.

Flinders Ranges Nationalpark
Die Parkgebühr von moderaten 9,- AUD für uns beide entrichten wir an einer Tafel am Eingang des Parks. Das Geld wird einfach in einen Briefumschlag in den Kasten geworfen. Wir schlagen unser Basislager im Caravanpark "Wilpena Pound Resort" auf. Wilpena Pound liegt am einzigen Zugang einer Gebirgspfanne - eine Bergkette vulkanischen Ursprungs bis zu 1000 m Höhe, die oval ein 185 km² großes Tal umschließt.
Die Tour ohne Gepäck am nächsten Tag macht Spaß. Die Landschaft ist wunderschön: Wildblumenwiesen, alte, riesige Bäume und markante Felsen in den verschiedensten Farben. Emu- Herden kreuzen unseren Weg und Kängurus beäugen uns neugierig, während wir eines der unzähligen Flüsschen durchqueren. Den Mount Ohlssen besteigen wir zu Fuß, und der Aufstieg lohnt sich, denn die Rundumsicht ist herrlich. Wir wollen mehr von oben sehen, und gönnen uns am späten Nachmittag einen Rundflug mit einer kleinen Propellermaschine. Wir genießen den Flug - es ist schon etwas anderes, wenn man die Welt auch mal von oben betrachten kann. Leider sind die Fotos kaum verwertbar - die Plexiglasscheibe hätte mal erneuert gehört, und der starke Wind ließ nicht nur das kleine Flugzeug erzittern...
Abends kommt Rudi zu uns rüber - ein Österreicher, der schon seit 50 Jahren in Australien lebt. Er ist nun in Rente und oft mit seiner Frau Erika auf Tour. Die beiden laden uns zu einem Gläschen Wein ein, und nach einem netten Plauderstündchen und vielen Tips reicher verkriechen wir uns ins Zelt.

Unterwegs ins Outback
Zum Abschied bekommen wir von Rudi und Erika eine Einladung nach Adelaide (falls wir mal wieder in der Gegend sind) und ein exklusives Tröpfchen australischen Roweins. Nur kurze Zeit später treffen wir sie wieder - und halten für einen Kaffee an. Eine Verschnaufpause bevor´s in´s Outback geht...

Zum nächsten Reisebericht


[Zurück zur Übersicht]