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Tommy & Rosa

Unser Reisetagebuch

Bolivien

 La Paz - Ayoavo

30. Dezember 2006 - 2. Januar 2007

Gefahrene Kilometer: 444 km
Strecke: # 2, 11 La Paz, Ayoavo

Einreise nach Bolivien
Die Einreise ist unkompliziert und geht recht schnell: Pass wird abgestempelt, das Einfuhrdokument für die Motorräder per Computer erstellt, dann geht‘s damit zur Polizei. Dort geht‘s ein bisschen länger, da der Polizist 10,- Bolivianos haben, aber dafür kein Beleg hergeben will. Wir stellen uns stur - kein Beleg, kein Geld, also lässt er uns dann ziehen, ohne dass wir bezahlen müssen. In Copacabana müssen wir noch mal halten - dort ist eine Straßengebühr zu entrichten, die Jungs versuchen, das Geld ohne Quittung einzusacken - wir bestehen wieder auf einen Beleg und bekommen nach längerem Hin und Her auch einen.

La Paz
Die Strecke entlang des Titicaca- Sees ist genial, die Strasse führt durch die Berge und gibt immer wieder den Blick frei auf den See. Es gibt zwei Möglichkeiten, nach La Paz zu fahren - den langen Weg um den See herum oder die Abkürzung, wobei die engste Stelle des Sees mit einer Fähre überquert wird. Fähre ist etwas übertrieben - ein wackliger Holzkahn bringt uns über das Wasser.
La Paz, die höchstgelegenste Hauptstadt der Welt, sieht von oben toll aus - die große Stadt liegt auf über 3600 m und ist in einem Canyon, der das Altiplano durchschneidet, eingebettet. Wir halten kurz, um uns zu orientieren, als wir angesprochen werden. Ob wir eine Unterkunft suchen würden. Wir verneinen, wir haben aus dem Reiseführer schon ein Hotel ausgesucht. Der Mann drückt Tommy trotzdem seine Visitenkarte in die Hand. Er hat ein Zwei- Sterne- Hotel im Zentrum, er hat auch Parkplätze für die Motorräder, und er will uns das Zimmer zum selben Preis geben. Also gut.
Über die Stadtautobahn geht‘s runter in den Kessel, unten angekommen, bezahlen wir einen Taxi- Fahrer, der uns zu dem Hotel führt. Es geht steil bergauf, den Mopeds geht die Luft aus oder das Benzin schmeckt ihnen nicht so recht - sie gehen immer aus, wenn wir kein Gas geben... Dazu kommt noch, dass der Verkehr sich staut - die Strassen haben sich wegen den vielen Marktständen eher in eine Fußgängerzone verwandelt. Wir sind ziemlich genervt, als wir endlich ankommen, besonders als der Typ an der Rezeption des verlotterten Hotels (das soll ein Zwei- Sterne- Hotel sein?) sagt, es wäre alles voll. Abwechselnd gehen wir rein und halten ihm jeweils die Visitenkarte mit der handschriftlichen Notiz des Chefs unter die Nase, bis der andere, inzwischen ebenfalls genervt, uns aufklärt, dass wir im falschen Hotel gelandet sind! Wir finden schließlich das richtige, dieses hat auch ein Zimmer für uns frei, der Parkplatz allerdings entpuppt sich als Hoteleingang, der nur über zwei hohe Stufen erreicht werden kann. Aber sie haben eine Rampe aus Metall, das macht das Einparken ein bisschen einfacher...
Wir schlendern durch die steilen Gassen, überall ist Markt - es ist Wochenende und geht auf Silvester zu.

Silvester in La Paz
Mit Mühe finden wir ein geeignetes Restaurant für Silvester. Dort gibt es leckere, zarte Medaillons mit Pommes Frites und Salat - für 3,50 USD! Das viele Essen war noch nichts für Rosa - sie verbringt die Silvesternacht mehr auf der Toilette als irgendwo anders. Auch am Neujahrstag bleiben wir noch in La Paz, aber so richtig gefällt uns die Stadt nicht - allerdings haben wir auch nur einen Bruchteil davon gesehen. Wir trinken literweise Coca- Tee - der hilft gegen Höhenkrankheit und auch gegen Durchfall, schmeckt gar nicht schlecht, nach Kräutertee und ist absolut unbedenklich. Natürlich sieht uns das Restaurant von gestern wieder - die Medaillons waren sooo lecker....

Unterwegs in Bolivien
Überraschend schnell sind wir am nächsten Tag aus La Paz - ohne Markt und früh am Morgen ist noch nichts los auf den Strassen. Es geht wieder über die Stadtautobahn raus aus der Stadt, allerdings geht‘s eine Weile bis wir die letzten Häuser der angrenzenden Stadt El Alto hinter uns gelassen haben. Anfangs ist die Strecke langweilig: Die Strasse gerade, weite Hochebene ohne große Erhebungen, das Altiplano, und das alles grau in grau - wir sind mal wieder im Regen losgefahren.
Wir biegen auf die Careterra #5 ab, obwohl wir noch in Bolivien sind, heißt sie „Chile #5“. Ab jetzt wird‘s interessant, die Strasse kurviger, die Landschaft abwechslungsreicher: Mal rote Erde, die durch tiefe Canyons unterbrochen wird, wo sich das Wasser seinen Weg sucht, dann wird‘s bergiger, wir fahren an Lama- und Alpaca- Herden vorbei, wir sehen auch viele der zierlichen, kaffeebraunen Vicunas, die nicht domestiziert werden können. Ihre Wolle ist eine der edelsten und teuersten der Welt! Immer wieder passieren wir kleine Bauernhöfe aus Adobe. Hier leben Indigenos mit ihren Tieren im Sommer, im Winter beziehen sie wieder ihre Häuser in den Dörfern weiter unten. Die Häuser sieht man erst auf dem zweiten Blick, denn die Backsteine sind von derselben Farbe wie die Erde.
Als wir uns der Grenze zu Chile nähern, werden die Berge um uns herum höher - die schneebedeckten Gipfel sind Vulkane, im kleinen See stolzieren auf ihren langen Beinen rosarote Flamingos!

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