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Tommy & Rosa

Unser Reisetagebuch

Costa Rica

Liberia - Orosi - Cahuita

26. November - 6. Dezember 2006

Gefahrene Kilometer: 732 km
Strecke: Liberia > Canas > Esparza > San Jose > Cartago > Orosi > #10, 32, 36 Siquirres, Puerto Limon, Cahuita, Sixaola (Grenze Panama)

Einreise Costa Rica
Als erstes werden die Motorräder desinfiziert.
 Die Einreise selbst braucht seine Zeit, es geht wieder von einem Büro zum nächsten, auch hier brauchen wir Kopien. Aber der Grenzübergang ist relativ übersichtlich, die Büros sind schnell gefunden, und mit dem Ausfüllen der Dokumente haben wir inzwischen auch Routine bekommen. Um die 40,- USD bezahlen wir insgesamt für Ausreise aus Nicaragua und Einreise nach Costa Rica - wieder ist es die Einfuhr der Motorräder was es so teuer macht. Die Prozedur geht recht lang wegen den Wartezeiten - erst nach drei Stunden haben wir es geschafft!

Liberia
Weit können wir heute nicht mehr fahren - es ist schon später Nachmittag. An einer Kreuzung fragen wir einen Polizisten nach einer Übernachtungsmöglichkeit, er gibt uns eine Visitenkarte von einer "Mountain Lodge" in den Bergen. Wir fragen uns durch, es ist weiter als wir so spät eigentlich noch fahren wollen, und die geteerte Strasse geht in einen sehr holprigen Schotterweg über. In einem kleinen Dorf fragen wir, wie lange es noch dauert, bis wir die Lodge erreichen. Die alte Frau meint etwa 20 Minuten. Wir entscheiden umzukehren, denn falls wir die Lodge nicht gleich finden oder es keinen Platz für uns geben sollte, müssten wir in Dunkelheit diese Strecke zurückfahren - lieber nicht. Rosa ist völlig  ausgepowert und erschöpft nach diesem anstrengenden Tag - ihre Dakar purzelt genau vor dem Hotel, das wir ansteuern, um... 

Orosi
Es ist tropisch hier - schwül, heiß, immer wieder regnet es. Die Strasse führt in die Berge, die Temperaturen werden angenehmer, je höher wir kommen. War die Panamericana bislang in jedem Land Zentralamerikas in überraschend gutem Zustand, fahren wir hier in Costa Rica auf einer schmalen und holprigen Teerstrasse, die man eher als Nebenstrasse einstufen würde - aber das ist die Hauptverbindungsroute für den Transitverkehr! Schwerbeladene LKW's quälen sich die Berge hinauf und ziehen lange Autoschlangen hinter sich her, wir kommen nur langsam vorwärts. Vor San Jose wird die Strasse vierspurig, die aber plötzlich und abrupt im Zentrum endet. Nach einer Mittagspause bei McDonalds finden wir nur durch Fragen aus San Jose Richtung Cartago, einer hübschen Stadt, die ein paar nette Sehenswürdigkeiten zu bieten hat - beispielsweise die große Basilika.
Wir halten uns allerdings nicht länger auf, unser Ziel ist Orosi, ein kleines Städtchen  etwa 8 km weiter. Es liegt in einem Kaffeeanbaugebiet, wir haben es ausgesucht, weil wir hier einige Tage verbringen wollen, um auf unsere Freundin Paige aus San Francisco zu warten, die uns zusammen mit einem Freund besuchen wird!
Es gibt eine Sprachschule, die Rosa in der Wartezeit besuchen will. Eigentlich erwarteten wir auch einen Campingplatz, den gibt's aber nicht mehr. Aber wir sind ganz froh, dass wir keine Möglichkeit hatten, unser Zelt aufzustellen, denn es regnet viel und heftig!
Die Sprachschule Montana Linda ist ziemlich günstig für das was sie bietet: Rosa bezahlt für vier Tage a 3 Stunden Einzelunterricht inklusiv Lernbuch und fünf Übernachtungen im Hostel 95,- USD! Das war allerdings ein Sonderpreis, da wir - wie gesagt - auf dem angebotenen Campingplatz zelten wollten, den's nicht mehr gibt..
Zufällig lernen wir Freddy kennen. Er ist Schweizer und erst vor ein paar Monaten nach Costa Rica gezogen. Zusammen mit Roland (auch aus der Schweiz) eröffnet er noch im Dezember die Motorradvermietung Costa Rica Moto (N 09°47.572/ W 083°51.217). Die beiden werden auch geführte Touren anbieten - von der Tagestour bis zu zwei Wochen quer durch Costa Rica! Wer also schon immer mal Costa Rica per Motorrad erkunden wollte, ist bei Freddy und Roland genau richtig -die zwei kennen sich gut aus im Land, sind begeisterte Motorradfahrer, zuverlässige Jungs und supernett!
An einem Abend versumpfen wir mit ihnen in einer Kneipe, am nächsten Abend sind wir zur Einweihungsparty der selbstgebauten Garage eingeladen - es gibt echtes Schweizer Käsefondue und hier in Costa Rica lernen wir, wie man es richtig macht: 3 Knollen Knoblauch werden geschält, die Zehen halbiert und ins Fondue geworfen - lecker!!!!! Roland ist mit seiner Costa Ricanischen Frau Gabi und ihren beiden Kindern da, seine Schwester Sandy hat auch einen "Tico" geheiratet und die beiden haben eine süße Tochter. Die Nacht wird lang, es fließt literweise Bier und Wein, und wir haben viel Spaß...
Paige und Matty kommen an und quartieren sich ebenfalls im Montana Linda ein. Paige bringt uns einen Sack mit Ersatzteilen mit - unter anderem den Reparaturkit für Rosa's Bremse. Sie erzählt uns, dass Motolight, die uns mit zwei Satz Halogenscheinwerfern ausgestattet hatten, auch ihr Zusatzleuchten geschenkt haben. Nicht, weil sie danach gefragt hat, sondern als Dank dafür, dass Paige uns so sehr unterstützt und geholfen hat!!
Paige und Matty sind so nett und fahren uns mit ihrem Leihauto nach San Jose zum BMW- Händler (N 09°56.296/ W 084°07.299), denn wir brauchen Ersatz- Bremsbeläge fuer die angegriffenen von Rosa's Motorrad. Die Preise sind saftig, für die vorderen Beläge verlangen sie 102,- USD! Wir bekommen netterweise einen Spezialpreis...
Nun werden wir ein paar Tage zusammen verbringen, bevor wir uns Richtung Panama City aufmachen. Von dort wollen wir unsere Motorräder per Flugzeug nach Ecuador verfrachten. Südamerika, wir kommen!

Ausflug auf den Vulkan
Früh klingelt der Wecker, denn wir wollen schon seit Tagen einen Ausflug auf den Vulkan Izaru machen, aber dieses Vorhaben fiel bislang jedes Mal buchstäblich ins Wasser. Heute - endlich - scheint die Sonne! Wir sind eine ordentliche Gruppe: Roland und Freddy fahren mit ihren Motorrädern, Matty nimmt zwei Backpackerinnen vom Hostel und Rolands Frau und die Kinder im Auto mit, Paige darf Rosa’s Dakar fahren, und wir zwei fahren auf Tommy’s Maschine. Die Strecke auf den Vulkan ist kurvenreich mit schöner Aussicht ins Tal. Oben ist’s mit 12 Grad recht kühl, aber das ist mal richtig angenehm nach dem tropischen Wetter im Tal! Der Vulkan liegt in einem Nationalpark und kostet Eintritt: 7,- USD pro Person plus Parkgebühr.
Der Irazú ist mit 3432 m der höchste Vulkan Costa Ricas. Er zählt zu den gefährlichsten und unberechenbarsten Vulkanen des Landes. Der Vulkan brach im Jahre 1994 das letzte Mal aus. Bei einem weiteren Ausbruch könnten seine Aschewolken die Hauptstadt San José erreichen!
Der Kratersee ist von giftig grüner Farbe, extrem säurehaltig und sieht einfach genial aus...
Mittags sind wir schon wieder zurück in Orosi. Dort verabschieden wir uns vorläufig von Paige und Matty - wir werden sie morgen an der Karibikküste wiedertreffen.
Wir haben noch nicht genug vom Motorradfahren, das gute Wetter wollen wir für eine weitere kleine Tour nutzen. Unser „Tour- Guide“ Freddy nimmt uns zu einer kleinen Rundtour im Orosi- Tal mit, vorbei an einem Stausee und zu einer uralten Kirchenruine - die älteste Kolonialkirche Costa Ricas. Abends sind wir ein letztes Mal bei Freddy eingeladen. Dieses mal wird gegrillt, Roland samt Familie ist auch da, und wieder wird‘s ein netter Abend.

Cahuita
Am nächsten Morgen fahren wir noch mal bei den beiden vorbei, um uns zu verabschieden und für die schöne Zeit in Orosi zu bedanken. Unser Ziel ist die Karibikküste, die uns Freddy und Roland wärmstens empfohlen haben. Sie haben uns Zimmer bei einem Freund (wieder ein Schweizer, was sonst) in Cahuita reserviert, Paige und Matty werden schon dort sein, wenn wir eintreffen. Die Strecke dorthin ist einfach genial, führt durch tropische Wälder in zahlreichen Kurven über schöne Bergpässe. Irgendwann fängt es an zu regnen, und wir sehen die Strasse kaum durch den dichten Nebel. Gerade erreichen wir Cahuita, als uns ein Autofahrer wild winkend stoppt - Wolfgang aus Freiburg hat unsere Nummernschilder gesehen und freut sich, dass er mit Menschen aus seiner Heimat reden kann.
Paige und Matty sind tatsächlich schon da, außerdem haben sie auch die beiden Backpackerinnen aus dem Hostel mitgenommen. Gemeinsam teilen wir uns eine wunderschöne Holzhütte mit drei Schlafzimmern, einer bestens ausgestatteten Küche, einem richtigen Bad und einer herrlichen Terrasse mit Hängematte. Die Cabinas Iguana waren wirklich ein guter Tip! Paige geht ihrem Hobby nach und bekocht uns alle, morgens, mittags und abends mit tausend Leckereien.
Aus einer Bierlaune heraus planschen Paige, Matty und die Mädels im Pool, springen unvorsichtig vom Beckenrand in das vielleicht 1,30 m tiefe Wasser. Es passiert, was passieren musste: Paige schlägt sich den Kopf an... Sie hat eine klaffende Wunde auf der Stirn, Nase und Lippen schwellen an. Die Kopfwunde muss genäht werden, glücklicherweise ist das nächste Krankenhaus nur wenige Kilometer entfernt. Glück gehabt, die Sache hätte viel schlimmer ausgehen können...
Während Matty mit den Mädels am nächsten Tag durch den angrenzenden Nationalpark wandert, verbaut Tommy ein paar der von Paige mitgebrachten Ersatzteile. Später begleiten wir Paige zum Krankenhaus, denn sie muss noch die Rechnung bezahlen: 32,- USD für sechs Stiche...
Neidisch schauen wir uns die Fotos von Matty und den Mädels an: Freche Affen, die den kompletten Inhalt der Rucksäcke entleeren, eine Viper und verschiedene Blumenarten haben sie während ihrer Wanderung durch den Regenwald vor die Linse bekommen! Dann wird‘s für uns Zeit Abschied von unserer amerikanischen Freundin zu nehmen, das nächste Treffen ist in Deutschland geplant!

Grenze zu Panama
Der Grenzort Sixaola ist nicht weit, die Strasse ist zwar geteert, aber wird immer wieder unterbrochen von kurzen Abschnitten mit holprigem Schotter - hier wurde vor ein paar Jahren durch einen heftigen Sturm die Strasse weggeschwemmt. Die Grenze bildet eine Eisenbahnbrücke, auf der Fahrspuren mit Holzbretter aufgenagelt sind. Die Ausreise geht schnell und unkompliziert, man muss nicht lange nach dem richtigen Büro suchen, da‘s nur eines gibt. Alle warnen uns, dass wir ja vorsichtig sein sollen beim Überqueren der Brücke - wahrscheinlich ist der eine oder andere schon mal im Fluss gelandet. Das kann ohne Weiteres passieren, denn seitlich ist zwischen den Brückenpfeilern nur ein dünner Maschendrahtzaun gespannt, und es ist eine sehr wacklige Geschichte über die unebenen Holzplanken direkt am Rand entlang zu fahren: Auf der einen Seite die Eisenbahnschiene, die man auf keinen Fall mit den Rädern berühren sollte, sonst fällt man um oder sogar in den Fluss weit unten, auf der anderen Seite geht‘s direkt in die Tiefen... Aber wir kommen sicher drüben an!

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Übernachtungen in Costa Rica:

Hotel del Aserradero, Liberia
Preis: 38,- USD
Wegbeschreibung: Ortsanfang Panamericana rechte Seite
GPS- Wegpunkt: N 10°37.669 W 85°26.719

+ Parken im Garten
+ sauber, relativ ruhig, Weststandard

- Preis

Hostel Montana Linda, Orosi
Preis: 16,- USD (Spezialpreis)
GPS- Wegpunkt: N 09°47.718 W 83°51.384

+ Küche, Kühlschrank, kostenloser Kaffee
+ sauber
+ günstige und gute Sprachkurse

- keine Parkplätze
- kein eigenes Bad
- hellhörig

Cabinas Iguana, Cahuita
Preis: 20,- USD (Spezialpreis)
Wegbeschreibung/ Adresse: Playa Negra, Naehe Reggae- Bar
Webseite
GPS- Wegpunkt: N 09°44.442 W 082°51.547

+ Küche, Kühlschrank, Terasse
+ sauber, schön, Weststandard
+ Swimmingpool

 

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