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Tommy & Rosa

Unser Reisetagebuch

Deutschland

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19. April - 04. Mai 2007

Gefahrene Kilometer: 500 km (Auto), 748 km (Motorrad)
Strecke Auto: Frankfurt/M. > A 5 Bad Hersfeld > A7 Kassel, Goettingen, Hannover, Hamburg
Strecke Motorrad: Hamburg, Schwarzenbeck - Wittenburg - Schwerin - Goldberg - Plau am See - Zislow (Plauer See) - Malchow - Ziddorf - Malchin - Waren Mueritz - Penzlin - Neustrelitz - Mirow - Dorf Zechlin - Neuruppin > A 24 Berlin > Potsdam > Berlin > Strausberg, Neuhardenberg

Der Flug nach Deutschland
Wir haben uns für einen Flug entschieden, bei dem wir zwei Mal umsteigen müssen, der aber entsprechend billiger ist als ein Direktflug.
Beim Einchecken auf dem Flughafen von Buenos Aires werden wir freundlicherweise umgebucht auf eine Lufthansamaschine, damit wir unseren Anschlussflug in Sao Paulo nicht verpassen - unser eigentliches Flugzeug hat Verspätung. Auch Lufthansa kann nicht pünktlich in die Luft - der Flughafen ist gesperrt wegen einer Notlandung. Trotzdem kommen wir aber noch rechtzeitig in Sao Paulo an. Nach dem Einchecken sehen wir, dass wir nicht nebeneinander, sondern zwei Reihen auseinander sitzen sollen. Was soll das denn? Wir haben uns doch zusammen eingecheckt, beschweren wir uns beim Boarding- Personal. Die sagen uns, dass der Flieger nicht ausgebucht ist, so dass wir uns deswegen bei den Stewardessen dann später melden sollen. Ach ja: Und das Boarding beginnt erst zehn Minuten vor Abflug. Wir entgegnen, dass ja dann das Flugzeug nicht pünktlich abfliegen kann, und fragen, ob wir dann unseren Anschlussflug in Paris erreichen werden. Nein, es gibt keine Verzögerung des Abflugs, keine Sorge!
Natürlich beginnt das Boarding des Flugzeugs erst nach dem eigentlichen Abflugtermin und natürlich verpassen wir unseren Anschlussflug um Stunden! Hektisch und total unausgeschlafen nach der unbequemen Nacht im Flugzeug raffen wir unseren Kram zusammen, um so schnell wie möglich aus dem Flieger zu kommen. Fast draußen, fällt Tommy ein, dass er seine Brille vergessen hat! Kommando zurück, durch den engen Gang zu unserem Platz.
Endlich, Stunden später, sitzen wir im Flugzeug nach Paris und beginnen uns gerade zu entspannen, als Tommy auffällt, dass seine Fotokamera nicht dabei ist - Sch...!!! Wir haben sie im letzten Flugzeug vergessen mitzunehmen... Wir beknien die Stewardess, dass sie beim Flughafen anrufen - nein, der Kapitän sagt, das geht nicht. Wir müssen warten bis wir in Frankfurt ankommen, um von dort anzurufen.
Im Gepäck vier Stangen Zigaretten vom Duty Free (erlaubt sind nur zwei, aber die Dame vom Duty Free Shop versicherte uns glaubhaft, dass pro Nase zwei Stangen erlaubt seien...) machen wir uns ein bisschen Gedanken, ob am Zoll alles glatt läuft. Tommy geht auf den Schalter zu und fragt, in welche Schlange wir uns einreihen sollen. Der Zollbeamte antwortet “Es kommt darauf an, ob Sie was zu verzollen haben oder nicht.” Tommy: “ Äh, nein, nix zu verzollen.” Es geht alles gut, keiner kontrolliert das Gepäck...
Aber dann das nächste Problem: Unser Gepäck ist nicht angekommen. Auch das noch... Sie werden es uns nachsenden. Im Hotel, das hoffentlich die Fluggesellschaft bezahlt (zugesagt haben sie es zumindest), versuchen wir vergeblich herauszubekommen, wo unsere Fotokamera steckt. Das Büro in Deutschland hat geschlossen (es ist Wochenende), der 24- Stunden- Service in Brasilien ist dauerbesetzt, beim Flughafen Paris dasselbe. Wir schicken ein Fax und können nur abwarten. Mist!

Hamburg
Unsere Motorräder werden in den nächsten Tagen per Schiff in Hamburg ankommen. Wir sind nach Frankfurt geflogen, da dies viel billiger war als ein Flug nach Hamburg.
Per Mietwagen fahren wir die 500 km nach Hamburg. Um die Spritkosten wieder hereinzubekommen, haben wir im Internet die Fahrt als Mitfahrgelegenheit angeboten. Alles klappt, die Mitfahrer sind pünktlich, und wir kommen zügig voran.
Bei Kalle finden wir Unterschlupf. Wir kennen uns bisher nur von Emails - auch er hat seine KTM mit Hamburg- Süd nachhause verschifft. Bei ihm können wir solange wohnen bis die Motorräder da sind. Klasse - da behaupte mal einer, die Deutschen wären nicht gastfreundlich!
Wir vertreiben uns die Zeit bis zur Ankunft der Mopeds mit Sightseeing in der Speicherstadt am Hafen und St. Pauli. Am Sonntag stehen wir ganz früh auf, um auf den berühmten Fischmarkt zu gehen, der nur von 7.00 bis 10.00 Uhr geöffnet hat. Dort gibt’s lustige Marktschreier, preiswerten Fisch und Bier morgens um 8.00 Uhr. In der Fischauktionshalle, wo Live- Musik spielt und Bier ausgeschenkt wird, versuchen wir unsere Zigarettenstangen an Mann zu bekommen. Manche drehen sich ohne zu antworten einfach um und gehen, andere schauen uns etwas verächtlich von oben runter an und fragen “ Sind die aus Polen” und der letzte klärt uns freundlich auf - die Nähe zu Polen und die vielen polnischen Arbeiter in Hamburg haben einen Schwarzmarkt hervorgebracht. Hier kann man eine Stange Zigaretten für 25,- EUR erhalten. Wir wollen für unsere aber 30,- EUR haben -zuviel scheinbar...
Dann der Anruf, dass die Motorräder abholbereit sind. Die einfachste und unkomplizierteste Verschiffung ist das seit unserer Reise - wir bekommen in einem Hafenbüro ein “Freistellschein”, den geben wir in der Lagerhalle ab, Schlüssel rein, was in die Kaffeekasse und abfahren - das war’s! Glücklich sind wir, dass wir unsere Mopeds wieder unversehrt bei uns haben, unglücklich über den verlorengegangenen Foto - nach mehreren Anrufen haben wir die Gewissheit - das gute 500,- EUR- Stück hat einen neuen Besitzer gefunden...

Berlin
Auf schmalen und ruhigen Kreisstrassen fahren wir gemütlich Richtung Berlin und genießen die Fahrt in vollen Zügen. Die Sonne scheint, der Frühling ist ungewöhnlich weit fortgeschritten - die Rapsfelder blühen, die Bäume sind grün. Es ist seltsam nach so langer Zeit sein Heimatland wiederzusehen. Es ist so wie jedes Mal, wenn wir die Grenze zu einem Land überschreiten - wir betrachten alles ganz genau, die Landschaft, die Menschen, sondieren, wo wir tanken oder einkaufen können. Vieles ist natürlich gleich geblieben, manches hat sich verändert - vor allem die zahlreichen Deutschlandflaggen an Privathäusern fallen uns auf. Die Fußballweltmeisterschaft letztes Jahr hat wohl diesen neuen Nationalstolz bewirkt. Wir finden’s gut, dass Deutschland wieder unbefangen Flagge zeigt!
Am Plauer See finden wir einen ruhigen Campingplatz am See. Eigentlich wären wir gerne noch einen Tag länger hier geblieben, aber wir sind verabredet - wir haben uns bei Rosa’s Bruder, der in Berlin wohnt, angemeldet.
Das Wochenende verbringen wir in Berlin, klappern zusammen mit Martin die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ab, abends zaubert Martin ein leckeres Gericht auf den Tisch: Tessiner Fischschnitzel - überbacken mit Camembert und Speck. Am nächsten Tag besichtigen wir das BMW- Motorradwerk in Spandau und besuchen einen alten Bekannten von Tommy - Hansi kommt ursprünglich aus dem Nachbardorf, lebt aber schon seit 1970 in Berlin und betreibt dort eine nette Kneipe in Kreuzberg, wo’s Tannenzäpfle (unser Lieblingsbier) und Flammkuchen (badische Spezialität) gibt.
Tommy’s zweite Kamera gibt plötzlich den Geist auf, das gibt’s doch nicht! Wir haben einen ziemlich großen Verschleiß an Fotoapparaten - die, die wir jetzt bei ebay bestellen, ist die vierte, die wir während unserer Reise kaufen müssen!

Potsdam
Wir verabschieden uns von Martin und besuchen Hans, den wir bei unserer Trekkingtour in Chile kennengelernt hatten. Er hat einen riesigen Garten, in dem wir unser Zelt aufstellen dürfen. Das erste Mal nach zwei Jahren auf einem Fahrrad löst einen Lachanfall aus, aber nach den ersten paar wackligen Metern geht’s wieder ganz gut. Mit Hans als Führer besichtigen wir die Potsdamer Innenstadt und Schloss Sancoussi.
Obwohl Hans übers Wochenende wegfährt, bietet er uns an bei ihm zu bleiben bis der Fotoapparat angekommen ist!
Der ist nun heute endlich da und morgen packen wir unsere Sachen und fahren Richtung Polen und Baltikum - der letzte Abschnitt unserer Reise!
Neu seit dem letzten Update Von Potsdam aus machen wir noch einmal einen Abstecher nach Berlin zu Rosa’s Bruder. Wir nehmen ein paar Pakete in Empfang: Neue Visiere von Schuberth für unsere Helme, neue Protektoren für unsere RUKKA- Motorradbekleidung, beides für Umme und eine Kiste mit Trekkingmahlzeiten zum Sonderpreis (Dankeschön an unsere Sponsoren!).
Nach einem Kaffee machen wir uns gemeinsam mit Martin und Freund Uwe Richtung Polen auf - die beiden wollten eh Motorradfahren und begleiten uns nun ein gutes Stück. Nach einem Picknick geht’s ans Abschiednehmen - aber dieses Mal nicht für zwei Jahre sondern nur für 2 Monate, denn im Sommer wollen wir uns in der Heimat wiedersehen...
Wir fahren am gleichen Tag noch über die Grenze nach Polen und finden bei Witnica einen schönen Campingplatz. Eigentlich wollten wir hier zwei Nächte verbringen, aber lästige beißende Fliegen vertreiben uns vorzeitig.
Wir sind gespannt auf dieses Land - beide sind wir das erste Mal hier!
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