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Tommy & Rosa

Unser Reisetagebuch

Philippinen

15. September - 28. September 2005

Gefahrene Kilometer: 0 km (Motorräder sind mit einem Frachtschiff auf dem Weg von Pusan/ Südkorea nach Sydney/ Australien)

Manila
Abends um halb Elf landet das Flugzeug in Manila, und problemlos kommen wir durch den Zoll. Kurz in den Reisepaß geschaut, nicht einmal Gesichtskontrolle, und schon ist der Einreisestempel drin. Keiner will das Rückflugticket sehen, das wir nur für den Zoll gekauft haben!! Wenn wir das gewußt hätten...
Wir telefonieren kurz mit Hans, Tommys Schwager. Wir sollen ein Taxi zum Hotel "Palma Plaza" in Manila nehmen. Erst am nächsten Tag gehtīs nach Balibago zu seinem "White Castle".
Hans holt uns am nächsten Morgen ab. Er hat schon einen Preis mit einem Taxifahrer ausgehandelt, der uns alle nach Batangas, Balibago bringt. Wir haben allerdings noch ein Stündchen Zeit, und so bummeln wir ein bisschen durch die Gassen.
Wieder sind wir in einer anderen Welt. Es gibt Autos, deren Karosserie ganz aus Edelstahl gebaut ist. Wir sehen sogenannte "Tricycles", Mopeds mit Beiwagen aus Edelstahl und Fahrräder, ebenfalls mit Beiwagen, die man als Taxi mieten kann. Als Europäer fällt man zu dieser Jahreszeit auf, denn auf den Philippinen ist momentan Regenzeit. Es regnet ohne Unterlaß - es ist ein warmer, tropischer Regen, der Manilaīs Straßen unter Wasser setzt. Die Kanalisation schafft die Wassermassen einfach nicht.
Eigentlich alle Philippiner sprechen Englisch und auch die meisten Hinweisschilder sind auf Englisch. Es ist ein armes Land - das sehen wir an den Preisen und auch an den Menschen - viele kommen auf uns zu, um zu betteln.
Unser Taxi steht parat, auf gehtīs zum "White Castle" nach Balibago! Wir sind beide gespannt, denn es ist für uns das erste Mal, daß wir es sehen. Wir kennen das Hotel nur von Bildern und Erzählungen.

White Castle
Sechs Stunden brauchen wir für die rund 120 km nach Balibago, was normalerweise in 2,5 Stunden zu schaffen ist. Freitags ist der Verkehr besonders dicht, und wir stecken mitten im Wochenendverkehr. Für uns ist es nicht langweilig, da das Land für uns neu ist, und wir viel zu sehen haben. Unterwegs machen wir Halt, um einzukaufen. Es gibt Obst und Gemüse im Überfluß, und die Preise sind spottbillig - wir kaufen 4 Ananas für 100 Peso, umgerechnet etwa 0,70 Euro. Hans kennen hier alle, denn er macht hier immer Halt, um Vorräte für White Castle zu holen. Sie haben ihn alle gern, da er großzügig ist und für jeden ein Späßchen übrig hat.
Endlich sind wir da, und "White Castle" hält, was sein Name verspricht: Es sieht aus wie eine kleine Burg, wunderschön gelegen, direkt am Strand zwischen Palmenhainen! Jedes Zimmer ist in einem anderen Stil eingerichtet, es gibt einen Swimming- Pool und gekocht wird vom Meisterkoch persönlich - von Hans! Bevor er Cheftester für den Aral- Schlemmeratlas wurde, war er einer der besten Köche Deutschlands! Hier in diesem kleinen Paradies dürfen wir solange bleiben, wie wir wollen und Urlaub machen.
Zur Zeit wird emsig gebaut und renoviert, denn die Regenzeit ist die einzige Zeit ohne Gäste. Momentan ist nur Peter da, ein Freund von Hans und zukünftiger Geschäftspartner. Die beiden sind gerade dabei, ein Grundstück zu kaufen, um dort eine Gemüsefirma zu bauen. Sie planen, mit etwa 100 einheimischen Angestellten aus Frischgemüse kleine Kunstwerke zu schnitzen, die dann in europäischen Nobelrestaurants die Teller zieren werden.
White Castle schließt direkt an das Dörfchen "Balibago" an. Dort machen wir einen Besuch und lernen Hans kennen, ein kleiner, intelligenter Junge, der als erstes diesen Namen im Dorf trug. Ihm folgten weitere vier Jungen, die ebenfalls so heißen und ein Mädchen, das Hanseline getauft wurde.

Unterwegs
Wir fahren in das nächstgelegene Städtchen "Balayan". Dort besuchen wir das erste Mal seit unserer Reise einen Friseur und bummeln durch den Markt. Hans macht uns auf zwei wunderhübsche Mädchen aufmerksam - es sind Transvestiten, also eigentlich junge Männer. Von ihnen gibt es sehr viele auf den Philippinen. Auch Schwule und Lesben machen aus ihrer Neigung keinen Hehl. Obwohl die Menschen hier streng katholisch sind, scheint dies kein Widerspruch zu ihrem Glauben zu sein.
Das Städtchen gefällt uns gut, hier sind wir sicher nicht das letzte Mal!
Zweimal täglich gibt es warmes Essen, und Peter und Hans wechseln sich mit Kochen ab. Es schmeckt einfach traumhaft, und in Gedanken sehen wir uns schon kugelrund...
Hans läßt eines seiner Fischerboote bringen, das uns an den nächsten Strand "Matabungay Beach" bringt. Die Fischerboote sind alle mit Auslegern versehen, um mehr Stabilität bei stürmischer See zu erhalten. In der Regenzeit bringen die Fischer nicht viel nachhause - es ist eine magere Zeit: Keine Fische und keine Touristen, und es gibt tatsächlich Menschen, die in dieser Zeit Hunger leiden...
Noch einmal müssen wir nach Manila, weil wir die Rückflug- Tickets stornieren möchten, und um Tickets für den Flug nach Sydney zu buchen. Peter muß sowieso nach Manila, und wir können mitfahren. Unser Fahrer scheint das erste Mal in Manila zu sein, denn er findet sich in der Stadt überhaupt nicht zurecht. Mit Mühe findet er Peterīs Hotel. Wir müssen als erstes zu "Korean Airlines" und beauftragen den Hotelfahrer vorauszufahren - unser Fahrer würde den Weg eh nicht finden. Das Stornieren der Tickets ist kein Problem, allerdings bekommen wir das Geld erst in zwei Monaten dem Konto gutgeschrieben, da wir mit Kreditkarte bezahlt hatten. Der Hotelfahrer weiß ein gutes Reisebüro und führt uns auch dorthin. Wir buchen die günstigste Möglichkeit mit Umsteigen und 5- stündigem Aufenthalt in Hongkong für 600,- USD pro Person.

Es gibt auch schöne, sonnige Tage in der Regenzeit, und in White Castle gibt es einen Viertakt- Roller den wir uns an einem sonnigen Tag für einen Ausflug ausleihen. Endlich wieder mal mobil und mit einem Zweirad unterwegs sein, das macht Laune! So sind wir den ganzen Tag unterwegs und besuchen ein Dörfchen nach dem anderen.
Wir geniessen es, verwöhnt zu werden, aber wir freuen uns auch auf unser nächstes großes Ziel: Australien!

Wer Interesse an einem Urlaub im White Castle hat, einfach anrufen: 07641/5084


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