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Tommy & Rosa

Unser Reisetagebuch

USA - Teil 2

Canyon de Chelly - Mesa Verde - Arches - Canyonlands - Monument Valley - Natural Bridges - Capitol Reef - Bryce Canyon - Grand Teton - Yellowstone - kanadische Grenze

13. Mai 2006 - 15. Juni 2006

Gefahrene Kilometer: 6440 km
Strecke: Tuba City > 264 Keams Canyon > 191 Chinle (Canyon de Chelly) > 64 Lukachukai > 13 Red Valley > 33 Red Rock Cove > Ship Rock (Gravel Road) > Rattlesnake > 64 Shiprock city > 160 Cortez > Dolores > 145 Rico > Telluride > Norwood > 141 Uravan > Gateway > Grand Junction > 70 Cisco > 128 Moab (Arches Nationalpark/ Canyonlands Nationalpark) > 191 Monticello > Bluff > 163 Mexican Hat > Monument Valley > 261/ 95 Fry Canyon > Hite > Hanksville > 24 Caineville > Torey > 12 Boulder > Escalante > Tropic > Rubys Inn (Bryce Canyon Nationalpark) > 22 Osiris > 62 Koosharem > 25, 72 Fremont Junction > 10 Castle Dale > Huntington > 31, 264, 96 Scofield > Colton > 6 Tucker > Thistle > Provo > Freeway 15 Salt Lake City > 89 Ogden > 39 Woodruff > 16, 30, 89 Laketown > Garden City > 30, 34 Soda Springs > Wayan > Freedom > 89 Jackson (Grand Teton NP) > Moose > Jackson Lake > West Tamb (Yellowstone NP) > Canyon > Norris > Madison > 191 Bozeman > 90 Livingston > 89, 212, 296 Gardiner - Mammoth - Tower Junction - Silver Gate (Chief Joseph Highway) - Cody > 14, 16, 20 Lake - Canyon - Tower Falls > 212, 78 Red Lodge - Columbus > 90 Livingston > 89, 12 Wilsall - Townsend - Helena > 15 Great Falls > 89 Choteau - Dupuyer - Browning - Port of Carway (kanadische Grenze)

 

Durch Navajo- Indianerland
Früh morgens wollen wir los, aber beim Auschecken auf dem Campingplatz bzw. Motel in Tuba City entdeckt uns eine Horde Jungs aus Deutschland. Die Sechs haben sich Harleys und ein Wohnmobil gemietet und cruisen durch die USA - nach einer Stunde angeregter Unterhaltung können wir uns auf den Weg machen.
Die Strecke ist genial - kaum Verkehr, dünn besiedelt, schöne Landschaft. Wir biegen auf eine Schotterstraße ab Richtung Nazlini. Die Landschaft ähnelt hier stark dem Death Valley - farbenfrohe Kalksteinformationen!

Canyon de Chelly National Monument
Gegen 1.00 Uhr mittags kommen wir auf dem Campingplatz des National- Monuments an. Weder der Campingplatz noch das "Monument" kostet Eintritt! Wir wollen gerade unser Zelt aufbauen, als uns der Vater einer Indianer- Großfamilie, die gerade nebenan grillt, anspricht. Sie hätten viel zu viel Essen eingekauft, und es wäre was übrig - wir seien herzlich eingeladen, ein paar Steaks zu essen! Hat er etwa unsere Mägen knurren hören? Wir freuen uns sehr, beruhigen unsere Bäuche mit unzähligen Steaks und Nudelsalat. Währenddessen nutzen wir diese Gelegenheit, Marty und seine Frau Terry ein bisschen über ihr Leben auszufragen. Wir erfahren, daß ihre Alltagssprache die Navajo- Sprache ist und daß sie glücklich sind, im Reservat - in ihrem Land - zu leben. Marty hatte sich vor einigen Jahren bei der Armee beworben (er wollte unbedingt nach Deutschland) und war sehr betrübt, daß er wegen gesundheitlichen Aspekten nicht genommen worden ist. Die Navajos sind meist sehr patriotisch, im 2. Weltkrieg haben sie einen Code entwickelt, den die Japaner nie knacken konnten.
Heute ist die Familie zum Canyon de Chelly gefahren, weil Muttertag ist und Terry sich diesen Familienausflug gewünscht hat - modernes Indianerleben...
Nach einer kurzen Verdauungs- Mittagspause machen wir uns auf den Weg zum Canyon - heute wollen wir nur noch die Nordseite "North Rim" anschauen.
Es verschlägt uns die Sprache, als wir das erste Mal in den Canyon schauen - natürlich ist er nicht so gigantisch und groß wie der Grand Canyon, aber irgendwie viel schöner und abwechslungsreicher: Rote Felsen rahmen das üppig grüne Tal  ein, dazu der blaue Himmel mit ein paar Schönwetter- Wolken, einfach perfekt... Und dann noch die Ruinen von Felshäusern, die die "Pueblos", wie die "Native Americans" (Ureinwohner/ Indianer) genannt werden, die diese Felshäuser vor etwa 800 Jahren direkt unter Felsüberhängen in die Felswände gebaut hatten...
Am nächsten Tag fahren wir den South Rim ab, halten auch hier an jedem Aussichtspunkt und wandern den "White House Trail", den einzigen Zugang in den Canyon hinunter, der ohne Führung erlaubt ist. Auch hier gibt es Ruinen, die wir nun aus einer kürzeren Distanz betrachten können. Im Canyon leben auch heute noch Indianer vom Navajo- Stamm, halten Vieh und bauen Getreide an.

Red Valley und Ship Rock
Ziel für heute ist der Mesa Verde Nationalpark, aber schon die Strecke dorthin hat uns sehr viel zu bieten. Zunächst gehtīs in engen Kehren über einen Pass, und von oben können wir den Ship Rock von Weitem schon ausmachen - diese seltsame Felsformation sieht aus wie eine schmale lückenhafte Mauer mit einem imposanten Berg mittendrin! Aber zunächst biegen wir Richtung Red Valley ab - ein kurzer Loop auf einer Dreckstraße bringt uns in die Nähe eines Naturbogens ("Natural Arch") aus rotem Sandstein.
Der Weg entlang des Ship Rocks ist mehr ein holpriger, einspuriger Feldweg als eine Straße, aber trotz Gepäck gut zu bewältigen und macht richtig Spaß! Dank GPS nehmen wir die richtige Abzweigung nach "Rattlesnake", einer kleinen Ortschaft, wo wir wieder auf die Teerstraße gelangen.

Mesa Verde Nationalpark
In Cortez, vor den Toren des Nationalparks Mesa Verde übernachten wir und fahren am nächsten Tag mit Gepäck durch den Park - wir wollen danach gleich weiter.
Der Mesa Verde Nationalpark befindet sich auf einem Hochplateau, das von Schluchten ("Canyons") unterbrochen wird. In den Felswänden dieser Schluchten haben die Pueblos, so wie im Canyon de Chelly, Felshäuser im Schutz von Felsüberhängen gebaut. Hier kann man einige dieser Felshäuser besichtigen - alle außer einem allerdings nur mit einer geführten Tour. Aber von den Straßen, die durch den Nationalpark führen, hat man gute Sicht auf die Ruinen, und da wir mit all unserm Gepäck unterwegs sind, bleiben wir lieber bei unseren Kälbchen und schauen uns die Sache aus der Ferne an.
Die Schotterstraße, die wir danach nehmen, ist nicht nur eine Abkürzung, sondern bringt auch mehr Fahrspaß - und eine Begegnung mit einer Schlange! Hier in den USA haben wir in kürzester Zeit schon mehr Schlangen gesehen als in Australien insgesamt. Fast täglich sehen wir eine am Straßenrand, mal überfahren und tot, mal lebendig. Heute endlich halten wir an! Die Schlange weiß genau, daß wir da sind, sie verschwindet nicht einfach, sondern rollt sich in Abwehrstellung zusammen, züngelt, hebt ihr Schwanzende und läßt uns das unverkennbare Rasseln hören - eindeutig eine "Rattlesnake" - eine Klapperschlange! Wir haben genug Zeit aus gebührender Entfernung - denn zusammengerollt kann sie in die Höhe schnellen und uns anspringen - das hübsche Ding zu fotografieren!
Die Strecke durch die Rico Mountains ist traumhaft schön - Kurvenspaß in unberührter Landschaft, ein paar Schneereste auf 3000m Höhe auf dem Lizard Head Pass. Am ersten Campingplatz auf dem Weg fahren wir vorbei - es ist noch zu früh - der zweite und auch der dritte ist noch geschlossen. Zwei Fahrradfahrer, die uns unterwegs ansprechen, geben uns den Tip in Telluride, einem Wintersportort auf 2700m Höhe, zu übernachten. Dort gibt es ebenfalls einen günstigen und einfachen Campingplatz. Tagsüber ist es, trotz der Höhe, sehr warm, aber nachts wird es empfindlich kalt, und wir frieren.

Arches Nationalpark
Schöne Motorradstrecken begleiten uns auch weiterhin: Es geht immer wieder durch Schluchten entlang eines Flusses, mal sind die Canyons eng und aus rotem Sandstein, mal fahren wir durch breite Täler, vorbei an kleinen Farmen mit Holzhäusern, ein paar Kühen und Pferden.
Am Colorado River entlang, kurz vor der Ortschaft Moab und den Nationalparks Arches und Canyonlands, gibt es zahlreiche Campingplätze. Auf dem ersten lassen wir uns nieder, wir haben genug für heute: Es ist heiß, wir haben weit über 30°C im Schatten. Das heiße Wetter ist um diese Jahreszeit nicht üblich - ein kräftiges Hochdruckgebiet, das sich hier im Westen schon eine Weile hält, beschert uns die Hitze. Es gibt kein Wasser auf dem Campingplatz, so kommt, seit langem mal wieder, unser Kathadyn- Wasserfilter zum Einsatz, um das dreckigbraune Wasser des Colorado Rivers zu filtern. Als Rosa gerade mit der schweißtreibenden Arbeit fertig ist, 10 Liter Wasser für unsere Solardusche zu filtern, kommt ein nettes Pärchen und bringt uns einen 20- Liter- Kanister Wasser!
Früh gehtīs am nächsten Morgen los - wieder mit dem kompletten Gepäck. Der Arches Nationalpark birgt die dichteste Konzentration von Naturbögen, die durch Wasser, Eis, extreme Temperaturen und Verschiebungen unterirdischer Salzschichten in Millionen von Jahren geschaffen wurden.
Wir fahren die Straßen im Nationalpark ab, halten an nahezu jedem Aussichtspunkt und machen den einen oder anderen kurzen Wanderweg - mit Motorradklamotten eigentlich Quatsch bei der Hitze...

Canyonlands Nationalpark
Die Zeit reicht an diesem Tag auch noch für den nördlichen Teil des Canyonlands Nationalparks, der nur ein paar Kilometer entfernt liegt. Die Landschaft ist anders - das mit unzähligen Canyons durchzogene Hochplateau besticht mit seiner großartigen Aussicht in die Canyons. War Rosa hingerissen von den bizarren Felsformen des Arches Nationalparks, begeistert Canyonlands Tommy mehr. Aber wir schauen beide neidisch auf die Jeeps, die wir weit unten im Tal auf einem 4WD- Track ausmachen - für uns nichts, die Vernunft siegt: Vollbeladen und in der Mittagshitze auf steiler und holpriger Piste runter in den Canyon macht keinen Sinn...
Nach einem Ruhetag, den wir hauptsächlich, außer einer kurzen Tour Richtung Potash, auf dem Campinplatz verbringen, gehtīs weiter Richtung Monument Valley. Auf dem Weg dorthin liegt der Südeingang zum Canyonland - natürlich machen wir den Abstecher. Landschaftlich ähnelt die Südseite eher dem Arches Nationalpark - rote Felsen statt tiefe Canyons. Trotz Hitze machen wir eine kurze Wanderung bei Cave Spring - es gibt schöne Felsenmalereien der "Native Americans" zu sehen. Dann gehtīs weiter durch den "Manti- La Sal National Forest" Richtung Monticello, wo die Temperaturen wieder angenehm kühl sind, und die Landschaft wieder ganz anders.

Monument Valley
Auch die Highways 191 und 163, die zum Monument Valley führen, sind sehr schön, führen an interessanten Steinformationen vorbei wie die "Twin Rocks" oder der "Mexican Hat". Die markanten Felsen des Monument Valley sieht man schon von weitem. Monument Valley liegt in Navajo- Land, gehört den "Native Americans" und heißt auf Navajo "TseīBii`Ndzisgaii". Das ist wahrscheinlich der Grund, daß der etwa 20 km lange Rundweg, den man ohne Führung befahren darf, nicht geteert ist. Schlecht ist, daß das nirgends steht und man auch nicht darauf aufmerksam gemacht wird. Schlecht, weil die Straße nicht nur ungeteert, sondern in einem schlechten Zustand ist, der eigentlich hohe Bodenfreiheit und Vierradantrieb erfordert: Tiefer Sand wechselt sich mit tiefen Löchern und holpriger Oberfläche ab. Für uns nicht das Problem, aber für die Harley- Fahrer, die kurz vor Sonnenuntergang noch schnell die Runde drehen wollen und dann natürlich wieder umkehren, oder die unzähligen Straßenflitzer mit polierten Alufelgen und tiefergelegtem Fahrwerk, die über die Piste schleichen...
Uns gefällt das von Wind und Wetter geformte Land mit seinen imposanten Sandsteingebilden, und Tommy erinnert sich gut an die zahlreichen Western, die hier gedreht wurden.

Natural Bridges National Monument
Am nächsten Morgen gehtīs wieder weiter. Wir fahren ein schönes Nebensträßchen zum Natural Bridges National Monument, vorbei am "Valley of the Gods". Schilder kündigen die 3 Meilen Gravel Road, Schotterstraße, die sich in Spitzkehren steil den Berg hinauf windet, schon lange vorher an. Aber die ist halb so wild - die Kehren sind geteert und der Schotter nicht tief. Die Aussicht von oben ins "Valley of the Gods" ist phantastisch, und wir bereuen, daß wir den Rundweg durch das Tal nicht gefahren sind. Auch danach werden wir von einer tollen Motorradstrecke durch den "Glen Canyon" verwöhnt. Natural Bridges National Monument dagegen enttäuscht uns - zwar sind die Naturbrücken alle von der Straße zu sehen, aber um ein schönes Foto (mit blauem Himmel statt Felsen als Hintergrund) zu bekommen, müsste man jeweils eine einstündige Wanderung in Kauf nehmen. Wir wandern gern, aber nicht, wennīs so heiß ist, wenn wir in Motorradklamotten unterwegs sind und wenn wir unsere bepackten Mopeds mit all unserem Hab und Gut so lange alleine lassen müssen...

Capitol Reef Nationalpark
Auch die Strecke in den Capitol Reef Nationalpark gefällt uns sehr gut und die Landschaft, die uns im Nationalpark erwarten wird, kündigt sich schon früh an - nur sind hier die Felsen grau, und im Park schillern sie in allen Farben, von lila über orange bis grün! Die Gegend ist ein reines Offroad- Paradies, überall zeugen Reifenspuren in den grauen Hügeln davon.
Auf dem schönen Campingplatz im Nationalpark bleiben wir zwei Nächte, fahren den "Scenic Drive" ab, machen schöne Wanderungen durch den Cohab Canyon und zur Hickman Bridge. Endlich wird es etwas kühler, und wir freuen uns sogar über den Regen in der Nacht und den bewölkten Himmel - Hauptsache nicht mehr so heiß! Der Capitol Reef Nationalpark ist sehr schön, und wir staunen mal wieder, wie vielfältig die Natur doch ist: Hier entstand vor Millionen von Jahren durch immense Naturkräfte die "Waterpocket Fold", die sogenannte "Wassertaschenfalte", ein erodiertes Wirrwarr aus bunten Klippen, Spitzsäulen und Schluchten.

Bryce Canyon Nationalpark
Der Highway 12 durch die Berge ist einfach traumhaft - für viele ist diese Straße eine der schönsten Motorradstrecken der USA. Sie überzeugt mit vielen Kurven, schönen Wäldern und grandiosem Panorama. Es ist saukalt, und wir wundern uns über die harten Harley- Fahrer, die ihren Helm nicht auf dem Kopf, sondern am Motorrad angebunden spazieren fahren...
Kurz vor dem Eingang zum Bryce Canyon Nationalpark gibt es einen Campingplatz, der Tipiīs, Indianerzelte, vermietet. 28,- USD ist ein angemessener Preis, und wir mieten uns eines. Am gleichen Tag fahren wir die Aussichtspunkte des Bryce Canyon ab - Wahnsinn, der Canyon gefällt uns sehr gut. Die durch Erosion erzeugten zahllosen Felstürmchen, die nebeneinander in den Himmel ragen, sehen aus wie Menschen, und sie leuchten in tiefem Orange!
Am nächsten Morgen machen wir Bekanntschaft mit einer motorradreisenden Familie aus Wuppertal- die beiden Kinder fahren im Beiwagen bei Daddy mit, Mammi fährt auf einer eigenen Maschine und zwei Freunde mit Motorrädern sind auch dabei! Als sie noch keine Kinder hatten, waren die Beiden schon einmal für längere Zeit mit Motorrädern in Nordamerika - einmal vom Reisefieber angesteckt, wird man es nicht mehr los...

Salt Lake City
Eine schöne Strecke führt uns Richtung Salt Lake City durch den Fish Lake Forest. Es gibt viele Campingplätze, aber die meisten haben um diese Jahreszeit noch geschlossen - noch scheint es nicht attraktiv zu sein, sich in 2700 m Höhe zu begeben: Es ist kalt und Schnee liegt teilweise auch noch. So ist es sehr ruhig und wir geniessen es, die Straße und den Campingplatz fast für uns alleine zu haben.
Auch der Manti- La Sal Forest, durch den wir am folgenden Tag fahren, gefällt uns - viel Wald, Schnee, Berge, Flüsse und Pässe mit fast 3000m Höhe. Der krasse Gegensatz ist dagegen Salt Lake City: Viel Verkehr auf den Freeways, es ist schwülwarm, und eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Aber wir müssen in die City, da es hier einen BMW- Händler gibt, den wir besuchen wollen. Wir benötigen Benzinfilter für unsere Dakars. Außerdem wollen wir hier im Tal ein paar Tage verbringen bevorīs wieder in die Berge geht, da die Wettervorhersage nicht sehr rosig aussieht - es ist Schnee für die Rocky Mountains vorhergesagt.
Wir werden fast überschwenglich begrüßt, als wir BMW Motorcycles Salt Lake City erreichen. Unsere Motorräder werden von Jamie, dem Inhaber und Mike, einem der vielen Angestellten, bewundert. Und wir bewundern den Shop - den größten und schönsten BMW- Laden, den wir bisher gesehen haben! Wir dürfen uns in eine Sitzecke verkriechen und das Wireless Internet nutzen, bekommen Kaffee und Soft Drinks umsonst und den Benzinfilter zu einem sehr guten Preis. Tommy entdeckt eine BMW- Hose, die bestens als "Outdoor- Hose" geeignet ist - auch hier bekommen wir einen Freundschaftspreis. Als Jamie mitbekommt, daß wir eine Übernachtungsmöglichkeit suchen, lädt er uns kurzerhand zu sich nachhause ein!

Bei Jamie und seine Familie
Die älteste Tochter "Mackenzie" schläft auf dem Sofa im Wohnzimmer und überlässt uns ihr Zimmer - ist das schön, mal wieder in einem guten Bett zu schlafen!
Es geht drunter und drüber bei Jamie momentan - die Familie ist erst vor ein paar Wochen hier eingezogen, die zweite Tochter "Piper" ist zwei Jahre alt und dementsprechend quirlig, und der Jüngste "Chameron" ist gerade mal eine Woche alt und beschäftigt seine Mama Heather Tag und Nacht. Jamie ist begeistert von unserer Weltreise - auch sein und Heatherīs Traum ist es, einmal auf dem Motorrad für längere Zeit auf Reisen zu gehen. Momentan natürlich nicht möglich, aber wenn die Kinder mal groß sind...
Als wir hören, daß Jamie Motorradrennen fährt und sogar ein eigenes Rennteam hat ("Accolade"), ist klar, daß wir auf die Rennstrecke gehen werden. Aber zuerst brennt uns noch was Wichtiges unter den Nägeln - der Speicher unseres Laptops ist ausgeschöpft. Bilder von 14 Monaten Reise brauchen ihren Platz! In strömendem Regen (Ach, sind wir froh, daß wir eine feste Unterkunft heute Nacht haben...) fahren wir zum nächsten "Best Buy" (vergleichbar mit Mediamarkt bei uns) und erstehen eine kleine externe 80 GB- Festplatte.
Das Wetter ist einfach grauenhaft, es schüttet ohne Ende und hagelt sogar! Wir wärmen uns bei ein paar Bechern Tee in Jamieīs Laden auf bevorīs zu ihm nachhause geht - heute wirdīs nichts mehr mit Motorradrennen gucken.

Rennstrecke "Miller"
Am folgenden Morgen packen wir unsere Sachen. Jamie hat uns angeboten das Porto für ein Paket nach Deutschland zu übernehmen - super! Die Gelegenheit, ein paar kleine Souvenirs, diverse Klamotten und Datensicherungs- CDīs mit Bildern heimzuschicken!!
Das Wetter ist immer noch nicht der Hit, aber die nächsten Tage soll es besser werden. Jamie stattet uns noch mit T- Shirts und Handtüchern aus und erinnert uns nochmals daran, daß er uns jederzeit zur Hilfe eilen wird, falls wir ihn brauchen sollten...
Er selbst fährt heute beim Motorradrennen nicht mit - er hat momentan zuviel anderes zu tun, so verabschieden wir uns von ihm und seiner netten Familie, und fahren alleine zum "Miller"- Racetrack, etwa 80 km außerhalb von Salt Lake City. Die Rennstrecke ist ganz neu, es gibt zwei separate Strecken - für Motorräder und Autos. Wir verbringen fast den ganzen Tag dort, schauen "unserem" Team bei den hektischen Vorbereitungen für die Rennen zu und genießen den Tag auf der Rennstrecke. Als wir uns losreißen können, ist es schon später Nachmittag und der Himmel ist mit dunklen Gewitterwolken verhangen. Deshalb suchen wir uns einen Campingplatz in Salt Lake City, bevorīs in die Rocky Mountains geht.

Bear Lake
Die Entscheidung war richtig, die letzten Tage im Tal zu verbringen. Als wir in die Berge fahren, ist es kalt und Schneeberge türmen sich am Straßenrand auf. Das Wetter sieht immer noch recht unbeständig aus. Die Strecke ist traumhaft schön, die Straße windet sich den Berg hinauf zum Monte Cristo Summit auf 9000 ft/ 2700 m Höhe. Kurz vorher muß es geschneit haben, denn es liegt Neuschnee - teilweise auch auf der Straße.
Uns kommen viele Wohnmobile, Busse und Autos mit Wohnwagen entgegen - heute ist Montag und "Memorial Day" - Feiertag. Das verlängerte Wochenende  nutzen viele für einen Kurzurlaub. Die meisten haben irgendein Spaßmobil auf ihren Trailern oder Pick- ups geladen: Von Enduro über Schneemobil bis Quad.
Schon früh sind wir auf einem Campingplatz am Bear Lake. Es ist wunderschön hier. Wir sind ganz alleine auf dem Platz, das Wetter ist endlich wieder schön, wir machen ein Lagerfeuer  und beobachten Pelikane auf dem Wasser.

Jackson
Wieder haben wir eine schöne Strecke vor uns, sattes Grün und blaue Seen. Es ist ziemlich kalt, und wir pusten mal wieder zur Wärmeisolierung die aufblasbare Weste unserer RUKKA- Jacken auf. Mittags halten wir in Soda Springs und machen Picknick, als gerade der Geysir ausbricht. Die Info- Tafel davor besagt, daß die stündlichen Eruptionen per Zeitschaltuhr gesteuert sind!
Jackson ist quasi das Tor zum Grand Teton Nationalpark und ein mondäner Skiort mit vielen Souvenir- Läden, Restaurants und Hotels. Wir finden auch einen Campingplatz und bleiben für zwei Tage. Auch hier ist es sehr kalt - nachts friert es. Wir gehen in einem großen Supermarkt für die Tage im Nationalpark einkaufen - wie immer werden wir nach der "Saving Card" gefragt und wie immer antworten wir, daß wir auf der Durchreise sind und keine haben. Das nette Mädchen an der Kasse gibt uns trotzdem eine Saving Card. Die kostet nichts, und wir müssen nicht einmal ein Formular ausfüllen. Wir wussten nicht, daß das so unkompliziert geht und sparen gleich bei diesem Einkauf 5,- USD. Wenn wir das nur früher gewusst hätten... In Zukunft fragen wir immer nach solch einer Karte!

Grand Teton Nationalpark
Die Fahrt in den Nationalpark ist von Jackson aus sehr kurz. Als erstes suchen wir uns einen Campingplatz, stellen unser Zelt auf und packen alles Essbare, Benzinkocher, Töpfe und alles was mit Essen in Berührung kommt in die "Bärkiste". Es gibt im Park sowohl Schwarzbären als auch Grizzlys. Die großen Metallkisten werden aufgestellt, um zu vermeiden, daß Bären ins Zelt "einbrechen"...
Der Grand Teton Nationalpark ist landschaftlich sehr schön - er wird im Westen von der Bergkette "Teton Range" begrenzt, schneebedeckte Berge mit über 3000 m Höhe. Zahlreiche flüsse und Seen gibt es, Wälder, weite Wiesen und sumpfige Weiden. Ideale Bedingungen für die Tierwelt: Es gibt Elche, Wapiti- Hirsche, Bisons, Seeadler, Biber und Otter hier! Bei unseren Streifzügen durch den Nationalpark bekommen wir einige dieser Tiere zu Gesicht: Bison- Kühe mit ihren Kälbchen und mächtige Bison- Bullen, denen man sich nicht nähern sollte, äsende Wapiti- Herden,scheue Pronghorns, ein Fischadler- Pärchen, das über dem See "Jackson Lake" kreist, ein Biber, der am Flußrand sitzt und endlich - nach langer Suche ein Elch- Bulle, der sich von uns überhaupt nicht dabei stören lässt, das junge Grün von den Büschen zu zupfen!

Yellowstone Nationalpark
Nach zwei Tagen im Grand Teton Nationalpark gehtīs zum nächsten Höhepunkt, nur wenige Kilometer weiter: Der Yellowstone Nationalpark. Der Park liegt recht hoch - im Durchschnitt auf etwa 2300 m Höhe, und ist der erste Nationalpark, der in den USA gegründet wurde. 60% der Fläche wird von Pinienwald bedeckt, und der Nationalpark ist berühmt wegen seinen Geysiren, farbenfrohen heißen Thermalquellen, Wasserfällen und nicht zuletzt wegen der Vielfalt der Tierwelt: Neben Fisch- und Seeadler, Trompeter- Schwan und Pelikan, kann man Bison, Reh, Wapiti- Hirsch, Elch, Pronghorn, Grizzly- und Schwarzbär, Wolf und Koyote teiweise aus nächster Nähe beobachten!
Ein Menschenauflauf am Straßenrand läßt uns stoppen - nur wenige Minuten vorher ist hier ein Grizzly- Bär gesehen worden! Zwei Ranger in Warnwesten sind auch zugegen - zur Sicherheit, damit die Leute sich nicht zu arg dem Bär nähern. Wir warten vergeblich - der Bär ist inzwischen wieder im Unterholz verschwunden. Schade... Dafür sehen wir unzählige Bison- Herden direkt am Straßenrand, Fischadler, Wapiti- Hirsche, und wir beobachten einen Koyoten, der sich von den zig Zuschauern nicht ablenken lässt und erfolgreich ein Murmeltierchen fängt und anschließend genüsslich verspeist...
Die Thermalgebiete kündigen sich durch Schwefelgeruch und dampfende Schwaden an - wir werden nicht müde, uns die zahlreichen siedenden Quellen, brodelnden Schlammlöchern und mehr oder wenig hohe Geysir- Ausbrüche anzuschauen. Wir warten mit hunderten Anderen auf die Eruption des weltberühmten Geysirs "Old Faithful" - der heißt so, weil er zuverlässig etwa alle eineinhalb Stunden eine hohe Wasserfontäne ausspuckt. Und wir bewundern die grandiose Aussicht vom "Artist Point" in den "Grand Canyon of the Yellowstone" auf farbenfrohe steile Felswände, den Yellowstone River und den tosenden Wasserfall.

Livingston
Der Nationalpark ist groß, und wir haben längst noch nicht alles gesehen, aber wir wollen mal wieder eine anständige Dusche (die meisten Nationalpark- Campingplätze sind nur sehr spartanisch eingerichtet, und die, die eine Dusche hätten, machen erst Mitte Juni auf). Und wir müssen auch einkaufen, also fahren wir nach Livingston. Dort wissen wir einen privaten Campingplatz, der Sonderpreise für Motorradfahrer anbietet und Wireless Internet hat - genau das richtige für uns. John und Kathy sind sehr nett, John fährt auch BMW und bietet Tommy an, seine Garage und Werkzeuge zu benutzen!
Da wir noch ein paar Tage im Yellowstone Nationalpark verbringen möchten, werden wir danach also wieder zu diesem schönen Campingplatz zurückkehren, um an unseren Kälbchen das Motoröl zu wechseln und die Ruhe hier zu genießen! Außerdem nutzen wir die Gelegenheit, um neue Reifen zu bestellen und nach Livingston liefern zu lassen. Zwar sind die alten Reifen noch gut, aber in Kanada sollen sie teurer sein.

Chief Joseph Highway und Buffalo Bill
John vom Campingplatz hat uns seine Lieblingstour auf der Karte gezeigt und sie wärmstens empfohlen: Von Livingston zum Yellowstone Nationalpark, den Chief Joseph Highway, nach Cody, wieder durch den Nationalpark, dann über den Beartooth Highway und zurück nach Livingston.
Wir benötigen drei Tage für diese Traumrunde. Es ist kalt, windig und immer wieder regnet es. Kurvenreich schlängelt sich der Chief Joseph Highway den Berg hinauf, wir stoppen auf der Passhöhe und genießen den sagenhaften Panoramablick vom Dead Indian Hill Summit. In Cody dreht sich alles um Buffalo Bill, nach dem dies Stadt benannt wurde. Das Städtchen ist lebhaft, und viele Touristen bleiben einige Tage, um das "Buffalo Bill Historical Center" zu besuchen - ein riesiges Museum über Buffalo Bill, die Prärie- Indianer, die Geschichte des Wilden Westens und Kunst- und Waffensammlungen.
Wir bleiben nur über Nacht auf einem Campingplatz und beobachten abends das Treiben auf der Hauptstraße: Immer die gleichen Motorradfahrer, natürlich nur in Jeans und T- Shirt und ohne Helm mit immer anderen Mädchen als Sozia cruisen die Straße auf und ab - wow, sind die cool!

Bären im Yellowstone Nationalpark und Beartooth Highway
Wieder fahren wir durch den Yellowstone Nationalpark und dieses Mal haben wir Glück - eine Bärenmama mit ihren zwei Jungen sind nur wenige Meter vom Straßenrand zu sehen! Ein riesiger Menschenauflauf schaut verzückt den Kleinen beim Spielen zu, zwei Ranger managen den Verkehr und passen auf, daß sich niemand zu nahe an die Schwarzbär- Familie wagt. Ein wahnsinnig tolles Erlebnis - trotz Menschenmenge!
Der "Beartooth Highway" gehört zu den zehn schönsten Straßen der USA ("All American Road"). Es liegt noch viel Schnee, die kleinen Seen sind zugefroren, der Himmel ist wolkenbedeckt, und wir wären nicht überrascht, wenn es anfangen würde zu schneien. Tut es zum Glück nicht! Wir kommen uns vor wie in den Alpen: Eine Kurve nach der anderen und immer höher schraubt sich der Highway - bis auf über 3300 m Höhe! Genial der Blick von da oben... In schnellen Kurven gehtīs hinab inīs Tal, schneller als üblich sind wir unterwegs - es macht trotz Gepäck Spaß sich in die Kurven zu legen.

Reifenpanne
Tommy entdeckt abends zufällig an seiner Dakar, daß der Hinterreifen platt ist - Mist! Komischerweise finden wir den Verursacher nicht - es ist kein Loch zu sehen, keine Beschädigung am Reifen, weder Nagel noch Glasscherbe. Nach einem halbherzigen Versuch, den Mantel von der Felge zu lösen, entscheiden wir uns bis morgen zu warten. Wir sind nicht weit weg von Red Lodge, einem Städtchen. Dort wird es ein Motorradhändler geben, der uns helfen kann.
Früh morgens sind wir unterwegs nach Red Lodge - das Rad an Rosaīs Motorrad gebunden. Nichts ist los - die Geschäfte scheinen alle noch geschlossen zu sein. Wir wussten, daß Samstag ist, aber daß alle zwei Motorradgeschäfte zu sind, hätten wir nicht erwartet... Auf der Suche nach irgend jemand, der uns helfen könnte, fragen wir in einem Autozubehör- Laden nach und treffen dort ein paar Motorradfahrer, die genau das gleiche Problem haben - einen platten Reifen!! Nur die hatīs schlimmer erwischt - schlauchlose Reifen lassen sich nur behelfsmäßig flicken - sie brauchen einen neuen Reifen, den sie hier nicht bekommen können. Wir dagegen benötigen nur jemanden, der uns den Schlauch im Reifenmantel wechselt - und ein Schlauch läßt sich wie ein Fahrradreifen flicken bzw. wir haben sogar einen Ersatzschlauch dabei... Ein älterer Mann spricht uns an - er kann ein paar Worte deutsch, da er früher einmal in Lahr stationiert war! Er führt uns zu Dave - ihn hätten wir nie gefunden, denn seine Werkstatt ist in einem Hinterhof versteckt. Dave ist eher auf Traktor- und LKW- Reifen spezialisiert, und dementsprechend sehen seine Werkzeuge aus, aber er kann gut damit umgehen und kurze Zeit später ist der neue Schlauch montiert. Wir untersuchen den alten Schlauch und wissen nun, wie der Platten zustande kam: Beim letzten Reifenwechsel lag der Schlauch nicht richtig im Felgenbett und hat sich eingeklemmt - eindeutig zu sehen an den Falten im Reifen. Durch die forsche Fahrweise am Vortag wurde der Schlauch quasi aufgerieben!
Dave ist kein guter Geschäftsmann, er verlangt uns nur 10,- USD für die Arbeit - sehr nett!

Zurück in Livingston
Zurück in Livingston macht Tommy wie geplant Ölwechsel an den Kälbchen, dann ist Warten angesagt, denn die Reifen sind noch nicht angekommen. Drei Tage verbringen wir mit Warten, bis sie endlich da sind und wir uns wieder auf den Weg machen können - Richtung Kanada!

Bei Julie und Bill in Helena
Ungewohnt ist es, mal wieder Ersatzreifen mitzuschleppen. Und wir fallen natürlich um so mehr auf. Eigentlich jedem, der uns anspricht, müssen wir erklären, warum wir die Reifen dabei haben. Montana gefällt uns sehr gut - grüne Weiden, Hügel, weite Sicht - irgendwie erinnert es uns ein bisschen an die Mongolei.
In Helena wohnt Bill mit seiner Frau Julie - die beiden haben uns schon vor einiger Zeit eingeladen. Bill arbeitet bei einem Motorradhändler, dort besuchen wir ihn. Es ist kurz vor Feierabend, gemeinsam fahren wir zu ihm nachhause.
Es ist sehr interessant bei den beiden und unheimlich - denn noch nie zuvor sind wir jemandem begegnet, der "übernatürliche" Fähigkeiten besitzt. Julie erzählt, daß sie Krankenschwester geworden ist, weil sie Krankheiten bei Menschen erkennen kann - nicht durch Untersuchen, sondern durch Intuition - weil sie es einfach weiß! Sie nutzt außerdem Telepathie zur Kommunikation mit Menschen, die sich anderweitig nicht artikulieren können - sie arbeitet in einem Heim für hirnkranke Kinder!! Am Wochenende veranstalten die beiden regelmäßig Seminare: Es ist die Regel, daß Ärzte zugegen sind, die von Julie lernen möchten... Normalerweise sind wir sehr bodenständig und glauben solche Dinge nicht, aber Julie hat uns irgendwie überzeugt und sie präsentiert uns auch Beweise, die belegen, daß was Wahres dran sein muß...
Ein unglaublich interessanter Abend mit ungewöhnlichen, aber sehr netten Menschen! Rosa erfragt sich ein Souvenir - in der Ecke steht ein Korb mit verbogenem Besteck - es ist Billīs Spezialität, den Seminarteilnehmern das Löffel- Verbiegen beizubringen...
Am Morgen werden wir sehr ungewöhnlich verabschiedet - Bill steht hinter uns und trommelt auf einer Indianer- Trommel. Uns läuft es tatsächlich kalt über den Rücken, jedes Härchen stellt sich! Dann bekommen wir noch Rosen überīs Haupt gestreut - nun können wir uns aber das Grinsen kaum verkneifen!

Post in Great Falls
Immer wieder fahren wir vom Freeway runter und folgen dem Missouri- River. Nach Great Falls müssen wir, da uns Cyclepump wunschgemäß die gesponsorte elektrische Luftpumpe dorthin geschickt hat. Das ist schon zwei Wochen her, und wir freuen uns schon sehr auf das edle Teil. Wir haben Glück, daß das Päckchen noch auf dem Postamt liegt - sie haben vergessen, es an den Absender zurückzuschicken! Die Pumpe wurde per Express versendet und normalerweise werden Express- Päckchen nur 5 Tage lang gelagert!!
In Kiowa, wenige Kilometer vor der kanadischen Grenze, schlagen wir unser Zelt auf einem einfachen Campingplatz auf. Wir sind am Eingang des Glacier Nationalpark, aber bei dem schlechten Wetter macht es keinen Sinn, also beschliessen wir, am nächsten Tag die Grenze nach Kanada zu überschreiten!

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