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Wir nehmen Euch mit auf unserer Reise...

 

Tommy & Rosa

Unser Reisetagebuch

USA - Teil 3

 

Port Ludlow - Seattle - Winthrop - Mt. Rainier Nationalpark - Mt. St. Helens - Vancouver - San Francisco - Yosemite Nationalpark - Kings Canyon und Sequoia Nationalpark - Los Angeles - San Diego

26. August 2006 - 19. Oktober 2006

Gefahrene Kilometer: 7449 km
Strecke: Port Angeles > 104 Port Ludlow > Faehre Seattle > 5, 530, 20 Arlington, Darrington, Rockport, Diablo, Washington Pass, Winthrop, Twisp > 153, 97, 821 Pateros, Chelan, Entiat, Cashmere, Ellensburg, Yakima > 410, 706, 7 Naches, American River, Chinook Pass, Mt. Rainier Nationalpark, Sunrise, Paradise, Ashford, Morton, Randle > 131, 99, 25, 90, 503 Mt. St. Helens, Cougar, Yale, Woodland, Amboy, Vancouver (WA) > 30, 4, 401 Portland, Rainier, Naselle, Ilwaco > 101 Astoria, Tillamook, Kernville, Newport, Florence, Reedsport, Coos Bay, Brookings, Crescent City, Orick, Trinidad, Arcata, Loleta > 211 Ferndale, Honeydew > 101 Garberville, Leggett > 1 Westport, Fort Bragg, Mendocino, Albion, Elk, Point Arena, Anchor Bay, Stewarts Point, Jenner, Salmon Creek, Marshall, Olema, Stinson Beach > 101 San Francisco > 1 Daly City, Montara, Half Moon Bay, San Gregorio > Pescadero, Los Gatos, San Jose, (Quimby Road, Valley Road, Del Puerto Canyon) > J17 Patterson, Turlock, Knights Ferry > 108, 49, 108 Rawhide, Columbia, (Italian Bar Road), Sugar Pine, Strawberry, Dardanelle > 395, 270, 395, 120 FAles Hot Springs, Bridgeport, Bodie, Mono City, Lee Vining > (Yosemite Nationalpark) Tioga Pass Road, Yosemite Village, Wawona > 41, 7, 81, 168, 9, 180 Sugar Pine, Bass Lake, Pine Ridge, Huntington Lake, Lakeshore, Pine Flat Lake, Sanger, Squaw Valley > (Kings Canyon und Sequoia Nationalpark) Grant Grove Village, Cedar Grove Village, Hume, Lodgepole Village > 155, 223, 166, 33, 150, 192, 1 Kernville, Bodfish, Havilah, Caliente, Arvin, Mettler, Maricopa, Ventucopa, Ojala, Mira Monte, Santa Barbara, Ventura, Otnard, Los Angeles > 101, 134, 210, 15 ,76, 79 Pomoda, Riverside, Escondido, San Diego > 94 Tecate

Back in the USA...
Nach 90 minuetiger Fahrt auf der Faehre von Vancouver Island/ Kanada kommen wir in Port Angeles an. Wir sind wieder in den USA! Wir sehen schon Dave und Steve am gegenueberliegenden Strassenrand stehen, mit Schildern in der Hand "Tommy und Rosa". Zuerst aber werden wir nacheinander zur Zollinspektion gebeten. Wir werden gefragt, ob wir Obst oder Wurstwaren aus Kanada einfuehren, beide schuettlen wir den Kopf, sind froh, dass wir nicht durchsucht werden, denn wir haben nicht alle Pfirsiche von Peter's Baum aufessen koennen...
Dave ist ein alter Freund von Rosemarie, die wir in Lethbridge/ Kanada besucht hatten. Sie hat Dave und seiner deutschen Frau Renate von uns erzaehlt, und die beiden haben uns nun zu sich nachhaus eingeladen.
Dave hatte uns vorab gefragt, ob er die Presse benachrichtigen soll. Klar, warum nicht! Und tatsaechlich ist auch ein Reporter von der "Peninsula Daily News" da, macht unaufdringlich ein paar Fotos und stellt ein paar wenige Fragen. Dann fahren wir gemuetlich nach Port Ludlow, wo Renate und Steve's Frau Sandy schon auf uns warten. Renate und Dave haben ihr Arbeitsleben in der Mojave Wueste verbracht. Nachdem sie sich zur Ruhe gesetzt haben, zogen sie vor ein paar Jahren in das kuehlere Port Ludlow. Dort haben sie ein wunderschoenes Haus mit grosser Terasse und wunderschoenem Blick auf's Wasser. Auch hier werden wir verwoehnt - die Nachbarn Sandy und Dave haben Kartoffelsalat gebracht, es gibt leckeres Huehnchen, selbstgebrautes Bier fuer Tommy, Rotwein fuer Rosa. Lange sitzen wir draussen, geniessen die kuehle Luft und die tolle Aussicht und erzaehlen von unseren Abenteuern. Renate und Dave haben eine gute Idee fuer den naechsten Tag: Wir koennten mit der Faehre nach Seattle fahren und dort die Stadt per Pedes erkunden! Ja, das machen wir!

Seattle
Dave faehrt uns also am naechsten Morgen zur Bainbridge Island, von wo die Faehre nach Seattle geht. Der Parkplatz dort wuerde kosten, und er will sowieso noch ein paar Besorgungen im Wal- Markt machen. Die Faehre kostet uns als Fussgaenger in Richtung Seattle nichts -erst auf dem Rueckweg muessen wir dann zahlen. Seattle gefaellt uns sehr gut. Es ist extrem huegelig, die Strassen sind ziemlich steil, aber es ist alles gut zu Fuss erreichbar. Wir bummeln gemuetlich durch die Strassen, besuchen den "Pike Place Market", der mit kleinen Verkaufsstaenden aufwartet. Der Fischstand erinnert an Hamburg - Fische fliegen durch die Luft, die Verkaeufer animieren durch lautes Rufen und Scherzen zum Kauf. Es gibt Blumenstaende, Obst, Souvenirs - alles bunt gemischt.
Den Aussichtsturm "Space Needle" schauen wir uns nur von aussen an - das Eintrittsgeld von 14,- USD pro Person investieren wir lieber in leckere Fish und Chips am Hafen. Lange Zeit verbringen wir im Kuriositaeten- Laden: Hier werden Mumien ausgestellt, gruselige Schrumpfkoepfe aus Ecuador, ausgestopfte Kaelbchen und Laemmer mit zwei Koepfen, ein Huhn mit vier Fuessen. Fast kauft Rosa ein Schaechtelchen mit huepfenden Nuessen aus Mexico. Das Geheimnis sind Maden, die in den Nuessen leben- darum bewegen sich die Nuesse... Ein kuenstlicher Wasserfall mitten in der Altstadt laedt zum Ausruhen ein - wir sind das stundenlange Laufen nicht mehr gewoehnt. Dann geht's zurueck mit der Faehre, wir geniessen die Fahrt und die Aussicht auf die Skyline Seattle's. Renate holt uns ab - was fuer ein Service! Als wir abends unsere Motorraeder vorpacken, finden wir zwei WD 40- Dosen. Dave hat an uns gedacht, und sie vom Wal- Markt mitgebracht - als kleines Sponsoring unserer Reise. Danke, Dave!
Morgens ruft Rosemarie aus Kanada an, denn sie weiss, dass wir gerade ihre Freunde besuchen. Sie waere gern auch gekommen, aber zeitlich war es leider nicht moeglich - schade!
Dann muessen wir uns sputen, um die Faehre nach Seattle zu bekommen, und wir schaffen es gerade noch. Dieses Mal mit Fahrzeug kostet sie 13,- USD fuer uns beide. In Seattle fahren wir direkt zu BMW Ride West, denn Tommy beunruhigt seit laengerem das Flackern der Instrument-, Scheinwerfer- und Bremslichter. Das Flackern tauchte auf, nachdem Tommy bei Chuck's GS einige seiner Elektonik- Bauteil einbaute, um den Defekt an Chuck's Maschine herauszufinden. Nun vermutet Tommy, dass er sich dadurch an seinem eigenen Motorrad einen Defekt eingehandelt hat... Wir werden ueberaus herzlich empfangen. Besonders Don freut sich ueber unseren Besuch. Er spricht sehr gut deutsch, hat jahrelang in Deutschland gewohnt und kennt sich dort auch gut aus. Wir schildern ihm und einem Spezialisten aus der Wekstatt das Problem - die beiden sind sich ebenfalls einig, dass das Problem mit dem Austausch der Bauteile zusammenhaengen koennte. Fuer die Untersuchung wuerden sie etwa zwei Stunden brauchen, das waere 160,- USD, nur um herauszufinden, was defekt ist. Oje, das ist uns zuviel, wir winken ab. Don fragt den Mechaniker, was denn das Flackern sonst noch verursachen koennte. Der meint, es koennten die Batteriekontakte sein. Don erlaubt Tommy, auf dem Parkplatz zu schrauben, und nachdem er die Kontakte mit einer Drahtbuerste gereinigt und wieder angezogen hat, ist das Flackern tatsaechlich weg - wir sind sehr erleichtert!!
Wir fragen Don, ob wir den Nachmittag bei ihnen verbringen duerfen, denn bei Tamara und Brian haben wir uns erst gegen Abend angemeldet. Die beiden haben uns ueber das ADVRider- Forum gefunden, als wir wegen dem vermeintlich undichten Federbein gepostet hatten. Der Nachmittag bei Ride West vergeht wie im Flug, wir duerfen das Internet benutzen, wir fragen Don, was es mit der Reise- BMW, die an der Decke haengt, auf sich hat. Sie gehoert einem Schweizer, der vor ueber 10 Jahren hier war, um sein Motorrad reparieren zu lassen. Er hatte nicht genug Geld, um die Reparatur zu bezahlen, also liess er sie dort und versprach zurueckzukehren, um zu bezahlen und das Motorrad abzuholen. Sie haben ihn seither nie wieder gesehen, und das Motorrad ziert nun den Laden...Don wuerde uns gerne zu sich nachhause einladen, aber wir sind ja schon untergebracht. Irgendwie schade, denn er ist ein sehr netter Kerl...
Dann ist es Zeit, uns zu verabschieden und unsere Gastgeber in Seattle zu besuchen. Tamara und Brian sind auch Motorradfahrer und haben in der Garage neben zwei KTMs auch eine Ducati Monster stehen. Tamara ist BMW- Fan, sie faehrt ein BMW- Auto und will sich ebenfalls die Dakar kaufen. Neben Motorradfahren macht sie auch noch Triathlon! Die beiden laden uns zu einem Pub um die Ecke zum Essen ein. Sie sind sehr interessiert an unserer Reise und fragen uns aus. Und sie geben uns einige Tourentipps fuer die naechsten Tage. Am naechsten Morgen checkt Brian noch mal kurz das Wetter. Genau da wo wir hin wollen, haengen Wolken, und es regnet. So fahren wir also noch nicht in die Berge, in die "North Cascades", sondern bleiben ueber Nacht auf einem Campingplatz in Darrington.

Twisp
Die Wettervorhersage hat gestimmt, heute scheint wieder die Sonne. Der Highway Nr. 20 ist eine ruhige Strasse, die in die Berge fuehrt, mit netten Kurven und einem tollen Aussichtspunkt vom "Washington Pass Overlook" auf 1669 m Hoehe. Wir erreichen Winthrop, ein kleines Staedtchen im Westernstil - sehr schoen! Tamara und Brian hatten uns geraten, ueber's Wochenende an einem Campingplatz zu bleiben. Es steht der "Labor Day" bevor, der "Tag der Arbeit". Der ist am Montag und das verlaengerte Wochenende wird von vielen genutzt, um campen zu gehen - es ist das Wochenende bevor die Schule wieder anfaengt! Kurz vor Twisp, ein paar Kilometer nach Winthrop, nisten wir uns also fuer vier Naechte auf einem schoenen Campingplatz am Fluss ein.
Die Zeit nutzen wir zur Materialpflege und zum Ausruhen. Ausserdem findet ein Rodeo statt, dass wir natuerlich nicht verpassen. Es ist zwar nur ein kleines Rodeo, aber die Teilnehmer kommen zum Teil sogar aus Kanada. Es gibt verschiedene Disziplinen: "Bareback Riding" ist ein Rodeo ohne Sattel auf jungen Pferden, beim "Saddle Bronc Riding" sind es halbwilde Pferde, beim "Calf Roping" werden Kaelber in einer bestimmten Zeit mit Lassos gefangen, dann werden drei Beine zusammen gebunden und das Kalb muss mindestens sechs Minuten liegenbleiben. Das "Break Away Roping" ist eine Frauendisziplin, bei dem auch ein Kalb mit einem Lasso gefangen wird, dann wird's aber gleich wieder freigelassen. Eine andere Disziplin nur fuer Frauen ist das "Barrel Racing". Die Gewinnerin ist diejenige, die ihr Pferd am schnellsten im Loop um drei grosse Oelkanister reitet. Das "Steer Wrestling" ist lustig anzuschauen, da werden junge Ochsen per Lasso zu Fall gebracht, der Reiter springt vom Pferd und ringt quasi mit dem Ochsen und bindet ihm die Fuesse zusammen. Dann gibt's noch "Team Roping", wobei gleich zwei Reiter ein Kalb einfangen - auch mit dem Lasso: Einer schwingt das Lasso ueber den Kopf, der andere um einen Hinterfuss! Nach dem Pferde- Rodeo ist natuerlich "Bull Riding" die spektakulaerste und auch gefaehrlichste Disziplin. Wie den Pferden wird dem Bullen ein Seil um den Bauch gebunden und stramm gezogen - die Tiere baeumen sich auf, um dieses bloede Seil loszubekommen...
Auch die Kinder kommen nicht zu kurz: Es gibt ein Steckenpferd- Rennen fuer die Kleinsten und Huehner fangen fuer die Groesseren. Die Huehner duerfen die Kinder sogar mit nachhause nehmen!
Der Nachmittag ist sehr kurzweilig, und wir haben viel Spass - wir sind froh, dass wir doch noch zu einem Rodeo gegangen sind!
An einem Tag machen wir einen schoenen Ausflug ohne Gepaeck. Die Tour haben uns zwei nette Camper empfohlen - beide ebenfalls Endurofahrer. Die Strecke fuehrt auf einer recht guten, aber meist nur einspurigen Schotterstrasse hinauf in die Berge ueber den Hart's Pass (1890 m) zum Slate Peak (2271 m). Von dort haben wir eine grossartige Aussicht auf die Berge rundum. Und die dicke Rauchwolke, die von einem riesigen Waldbrand herruehrt, ist hier ganz nah! Die Gegend hier ist im Sommer sehr trocken, es ist sehr heiss, und es hat seit laengerem nicht mehr geregnet. Es herrscht akute Waldbrandgefahr, Lagerfeuer sind nicht erlaubt. Trotz aller Vorsicht brennt der Wald in verschiedenen Gegenden, und viele Strassen sind gesperrt. Morgens fegen wir die Asche vom Zelt, und die Sicht ist meist sehr schlecht vor lauter Rauch...

Leavenworth - "Bavarian Village"
Nach vier Tagen Rast freuen wir uns, als wir wieder auf unseren Dakar's sitzen, und die Reise weitergeht. Es ist morgens schon sehr warm - es scheint einen heissen Tag zu geben. Wir fahren Richtung Sueden, zuerst die 153, dann den Highway 97. Es ist wieder diesig vom Rauch, und die Gegend sieht fast ein bisschen trostlos aus - die Steppe ist ausgetrocknet und braun. Nur da, wo Daemme den Columbia River stauen, gibt es unzaehlige Obstplantagen. Wir biegen ab nach Leavenworth, ein touristischer Ort im bayrischen Stil. Wir sind leicht skeptisch, aber die Haeuser sind schoen bemalt und das Oertchen ist eigentlich ganz nett gemacht. Die Bretzel, die wir kaufen, schmeckt auch so, nur als wir ewig auf eine "Oma's Knackwurst" und Opa's Bockwurst" warten muessen, ist klar, dass diese Lokalitaet nicht von einem Deutschen gefuehrt wird - da wuerde alles ein wenig schneller gehen. Die Wuerstle schmecken dann doch ganz gut, wir sind aber froh, als wir wieder aus dem Staedtchen raus sind - zuviel des Guten...
Wir fahren ein schmales Straesschen durch den Yakima Canyon. An einem "sogenannten RV- Park" fragen wir nach einem Zeltplatz. Die Dame sagt, dass sie eigentlich nur RV- Stellplaetze hat, also Plaetze fuer Wohnwaegen oder Wohnmobile. Aber wir duerfen gerne hinterm Schuppen campen - Toiletten duerfen wir auf dem RV- Platz benutzen, Duschen gibt's leider keine. Was es kostet? 15,- USD. Wir haben aber schon die Presliste fuer RVs gesehen - die muessen nur 12,- bezahlen. Die Frau dagegen behauptet, RV- Plaetze kosten 17,-, dann merkt sie erst, dass wir die Preise kennen. Sie verhaspelt sich etwas, sagt sie muss mehr verlangen, da sie normalerweise keine Zelte erlauben kann. Haha, verarschen koennen wir uns selber... Also geht's weiter, obwohl wir mehr als genug fuer heute haben. Es ist sehr sehr heiss, wir sind die Hitze ueberhaupt nicht mehr gewoehnt. Im Yakima Canyon gibt's zwar einfache Campingplaetze, aber die die noch frei sind, sind in der prallen Sonne... In Yakima haben wir entgueltig die Schnauze voll und mieten uns kurzerhand in einem Motel ein fuer knapp 60,- USD mit Snack am Abend und Fruehstueck am Morgen! Dort erfahren wir auch, wie heiss es heute war: 37 Grad im Schatten!

Mt. Rainier und Mt. St. Helens
Wir erwarten wieder einen heissen Tag und haben dementsprechend wenig an. Immer wieder muessen wir anhalten, um uns immer dicker einzumummeln: Es geht wieder in die Berge! Die naechsten zwei Tage sind Fahrspass pur, wie wir es in Nordamerika nur selten so erlebt haben - zwei Tage Kurvenfahren nonstop!! Es geht zunaechst zum Mt. Rainier Nationalpark - die sattgruenen Waelder und Wiesen kommen uns nach der Fahrt durch die trockene Steppenlandschaft wie das Paradies vor. Und dann der erste Blick auf Mt. Rainier - Wahnsinn! Der Berg hat eine runde Kuppe, und ist fast komplett bedeckt mit Eis und Schnee. Wir fahren zu den beiden Aussichtspunkten "Sunrise" und "Paradise", erfreuen uns an den Kurven, dem schoenen Wetter und der tollen Landschaft. Auch ist endlich weniger los, denn die langen Sommerferien sind vorbei! Da es oben doch recht kuehl ist, fahren wir in tiefere Lagen, um die Nacht an einem schoenen Fluss zu verbringen.
Auch Mt.St. Helens verschlaegt uns fast die Sprache, als wir ihn sehen. Der Berg ist ein aktiver Vulkan, er spuckt oefter mal Asche und raucht auch heute. Nach 120 Jahren Ruhe, regte sich der Vulkan in 1980 wieder. Es gab ein Erdbeben, das die Eruption ausloeste, und der Vulkan spuckte Asche und heisse Brocken bis zu 24 Kilometer in die Hoehe! Der Wald fing an zu brennen, Lavastroeme fanden den Weg ins Tal, und der Berg veraenderte sein Gesicht - er verlor fast 400 m an Hoehe! Der Spirit Lake, am Fuss des Vulkans, ist voll mit toten Baumstaemmen, die die Haenge im Lauf der Aeit hinunterkullerten.
Als wir gerade den Berg bestaunen, werden wir von drei Deutschen angesprochen - es sind Lufthansa- Piloten, die ihren 48 Stunden- Aufenthalt zu einem Ausflug nutzen.
Der Kurvenspass geht weiter, als wir Richtung Portland fahren. In Woodland bleiben wir zwei Tage, um unsere Erlebnisse fuer die Webseite zu dokumentieren. Dann geht's zu unserer naechsten Einladung - zu Bill nach Vancouver. Vancouver liegt in Washington nahe Portland, und Bill haben wir kennen gelernt, als wir den Nationalpark "Capitol Reef" in Utah besuchten.

Vancouver, Washington
Bei Joan und Bill sind wir sehr gut untergekommen. Hier haben wir Zeit und Gelegenheit fuer ein neues Update unserer Webseite. Wir bleiben vier Tage bei unseren Gastgebern. Joan und Bill laden uns einmal zu einem leckeren Essen beim Vietnamesen ein, dann mal zum mexikanischen Fruehstueck. Wir revanicheren uns, indem wir die beiden an einem Abend bekochen.
Wir kaufen Ölfilter und Zündkerzen auf Vorrat, Reiseführer für Mittel- und Südamerika und diversen notwendigen Kleinkram. Samstag abend sind Freunde eingeladen, wir erzählen von unseren Abenteuern und hören Geschichten von Kajak- Ausflügen - wie Joan und Bill sind die meisten Gäste im hiesigen Kajak- Verein. Am Sonntag geht’s mit unseren Gastgebern und Hund "Chaco" nach Portland zum Bummeln. Abends fahren wir entlang des Columbia Rivers zu einem Aussichtspunkt über der Schlucht, und wir wandern die steilen Serpentinen hinauf auf einen hohen Felsen mit grandioser Aussicht. Zwei Mal leiht Bill Videos aus. Wir kennen zwar beide schon, aber wir könnten beide noch öfters sehen: "Motorcycles Diaries" erzählt von einer Motorradreise durch Südamerika, und in "The World’s Fastest Indian" geht’s um einen Weltrekord auf einem alten Motorrad der Marke "Indian". Dann wird’s Zeit unsere Mopeds zu packen und uns zu verabschieden. Bill ist Jurist und arbeitet zuhause. So ist’s kein Problem für ihn, all seine Termine für diesen Tag zu verschieben, um uns ein Stückchen auf seiner BMW R 1100 RS zu begleiten! Wir fahren Richtung Astoria, am Columbia River halten wir an einem Picknickplatz, um unsere mitgebrachten Sandwichs zu verspeisen. Bill zaubert neben den Vesperbroten auch noch drei eiskalte Bierdosen aus der Kuehlbox! Nicht weit von Astoria liegt der "Cape Dissapointment State Park", den Bill uns zum Zelten vorschlägt. Er begleitet uns noch dorthin, bevor’s mal wieder ans Abschiednehmen geht...

Highway 101
Wir bleiben zwei Nächte am Cape Dissapointment direkt am Meer, ruhen aus und erkunden das 30 km entfernte hübsche Städtchen Astoria. Dann geht’s am nächsten Morgen weiter Richtung Süden - im Nebel und Regen. Der fängt ganz plötzlich an, kurz vorher hat noch die Sonne geschienen, jetzt schüttet es ohne Ende! Glücklicherweise hört der Regen rechtzeitig auf, so dass wir unser Zelt im Trockenen aufstellen können. Der Campingplatz nahe Lincoln City liegt nicht direkt an der Küste (dort ist’s uns zu teuer), sondern ein paar Kilometer im Landesinnern an einem Fluss. Es ist Lachszeit, es tummeln sich Angler in ihren Booten neben tauchenden Robben - alle auf der Suche nach dem schmackhaften Fisch. Wir kochen gerade, als ein nettes Ehepaar aus Arizona vorbeischlendert und die üblichen Fragen stellt. Sie verabschieden sich, kurz danach steht er wieder da - mit zwei Flaschen Bier für uns. "Safe travels" - gute Reise! Am nächsten Tag ist es wolkig, später an der Küste immer wieder sonnig - wir haben Glück, so sieht die Welt viel schöner aus! Dann fängt es wieder an zu regnen... Der Regen überrascht uns - wir haben die wasserdichten Handschuhe zwar an, aber über die RUKKA- Jacken gestülpt statt wie sonst anders rum. Durch den Platzregen fließt das kalte Wasser in die Handschuhe - ein ekliges Gefühl. Ein Schild warnt uns auf einer sehr kurvenreichen Strecke durch Wald vor einem Unfall. Ein Corvette ist frontal in ein großes Wohnmobil gerauscht und buchstäblich unter die Räder gekommen. Gerade werden die Wracks weggeräumt. Der Verkehr staut sich, der Regen wird immer schlimmer, und wir stehen fast eine halbe Stunde im Stau, das kalte Wasser in den Handschuhen. Wir beginnen zu frieren, haben die Schnauze voll vom Regen und beschließen, das nächstbeste Motel aufzusuchen, obwohl es erst 2.00 Uhr nachmittags ist. Wir breiten unsere nassen Sachen aus zum Trocknen, genießen TV, Wireless Internet , Kühlschrank, ein weiches Bett und eine heiße Dusche. Nachts wälzen wir uns schlaflos hin und her - inzwischen schlafen wir im Zelt besser als in einer festen Behausung! Nach einem genießbaren Frühstück im Motel geht’s früh weiter. Waren wir bisher vom Highway 101 ziemlich enttäuscht (wenige Streckenabschnitte direkt an der Küste, gerade und langweilige Strasse, teilweise vierspuriger Freeway), gefällt’s uns heute das erste Mal richtig. Der Highway heißt hier "Redwood Highway" und führt durch einen Küstenwald, der die höchsten Bäume der Erde beheimatet: Die Redwoods - Küsten- Mammutbäume. Diese Bäume können bis zu 112 m hoch werden. Redwoods waren vor circa 160 Millionen Jahren auf der gesamten Nordhalbkugel weit verbreitet, doch nur noch ein schmaler Küstenstreifen in Kalifornien bietet heutzutage ideale Lebensbedingungen. Allerdings sind von den 1 Millionen Hektar Urwald nur noch etwa 80.000 Hektar übrig. Der Goldrausch um 1850 zog große Menschenmassen an, der steigende Holzverbrauch war auch den technischen Neuerungen zu verdanken. Natürliche Feinde hat der Redwood kaum: Ein Stoff in der Rinde verhindert Pilzbefall, und auch Insekten können meist nicht eindringen. Selbst Feuer kann dem Baum wegen seiner dicken Rinde nichts anhaben! Wir campen im kühlen Wald direkt an einer Lagune - ein schönes und ruhiges Plätzchen.

"Lost Coast"
Dann haben wir die Redwoods hinter uns gelassen und biegen auf die wunderschöne Strasse # 211 ab. In Ferndale halten wir für einen kleinen Bummel durch das hübsche, im viktorianischen Stil gehaltenen historischen Städtchen. Die # 211, auch "Lost Coast" - die verborgene Küste - genannt ist ein Volltreffer: In zahlreichen Kurven windet sie sich Pässe hinauf, mit Blick aufs Meer, dann geht’s wieder direkt an der Küste entlang. Und außer einiger sportlicher Radfahrer, die die steilen Pässe hinaufhecheln, begegnet uns kein Mensch! Früh schauen wir uns nach einem Campingplatz um und genießen die Ruhe -außer uns ist niemand dort. Die # 211 mündet wieder im Redwood- Wald, das eh schon schmale Sträßchen wird einspurig und windet sich um die uralten Mammutbäume - gigantisch schön! Ein Stückchen noch langweiliger Highway # 101, dann erreichen wir den Highway # 1.

Highway # 1
Der Highway # 1 ist schmaler, kurvenreicher und führt mehr direkt entlang der Küste. Wir haben seit einigen Tagen Glück mit dem Wetter, kein Regen, kaum Wolken und nur wenig Küstennebel, der in den Sommermonaten hier so typisch ist. Im bekannten Hippie- Städtchen Mendocino machen wir Halt, schlendern durch die Gassen, beobachten Leute und kaufen gutes Brot im Naturkostladen. Kurz nach Mendocino finden wir einen State Park- Campingplatz mit moderaten Preisen, 15,-$ pro Nacht. Dort treffen wir durch Zufall Stuart aus Neuseeland wieder, den wir in Inuvik kennen gelernt hatten. Zwar wussten wir von seiner Email, dass er irgendwo an der Küste sein muss, aber wir dachten, wir hätten ihn schon überholt ohne es zu merken. Er behauptet, wir seien "Schuld" daran, dass er sich jetzt mit seinem Fahrrad Richtung Mexiko aufgemacht hat. Eigentlich war nur Kanada und Alaska geplant, wir hätten ihn dazu inspiriert seine Reise auszudehnen! Stuart hat unterwegs ein paar Reisegefährten gefunden, Brian ist ebenfalls Neuseeländer - er fliegt von San Francisco nach vier Monaten Reisen wieder nachhause. Ronald aus Österreich will es wie Stuart bis Mexiko schaffen. Wir wärmen uns am gemeinsamen Lagerfeuer, hören gespannt den Reisegeschichten der Dreien zu. Es ist interessant, wie verschieden doch die gleiche Strecke empfunden wird. Und wir machen pro Tag zwar mehr Strecke, aber uns entgeht auch viel durch unsere höhere Geschwindigkeit. Ronald erzählt beispielsweise von einer Herde Walen, die er vom Ufer aus gesehen hat - zum Beweis zeigt er uns neidischen Motorradfahrern Bilder auf seiner Digitalkamera... Nach einem wunderschönen Fahrtag mit allem was dazugehört (Sonne, tolle Landschaft, Kurven ohne Ende) erreichen wir San Francisco.

San Francisco
Bevor’s über die berühmte "Golden Gate Bridge" geht, biegen wir auf ein Sträßchen ab, das sich einen Hügel hinaufschraubt - mit bestem Blick auf die Brücke, San Francisco und die Gefängnis- Insel Alcatraz.
Der KTM- Fahrer Lou, den wir in Inuvik getroffen hatten, vermittelte uns eine Bleibe in San Francisco. Paige hat uns also eingeladen, bei ihr in San Francisco zu übernachten - wir sollen so lange bleiben, wie wir wollen. Auf dem Weg zu ihr müssen wir durch Downtown und sind mitten im Feierabendverkehr. Jede Ampel ist rot, es geht nur schleppend voran. Tommy bemerkt plötzlich einen komischen Geruch. Wir halten, um die Ursache herauszufinden. Es ist der Stecker für den Frontscheinwerfer, der aus unerfindlichen Gründen zu heiß geworden und nun qualmt und raucht. Also erst mal ohne Licht weiter...
Wir finden Paige’s Appartement auf Anhieb. Das hübsche kleine Reihenhaus ist in einem zentrumsnahen, aber ruhigen Viertel, die Strasse steil, wie es typisch für San Francisco ist. Und vom Balkon hat man Sicht aufs Meer... Paige empfängt uns sehr herzlich. Sie ist ebenfalls leidenschaftliche Motorradfahrerin, liebt Reisen und Camping, und plant ihre eigene Weltreise in ein paar Jahren. Wir beziehen unser Zimmer, während Paige was zu Essen macht. Es muss heute schnell gehen, denn sie muss noch auf eine Geburtstagsparty. Sie stellt uns frei, ob wir sie begleiten, denn die Geburtstagsfeier ist eine spezielle und vielleicht nicht jedermanns Sache: James liegt im Krankenhaus, kann nicht sprechen und ist auf den Rollstuhl angewiesen. Im Mai diesen Jahres hatte er einen schlimmen Unfall beim berühmt- berüchtigten Motorradrennen "Isle of Man". Der Fahrer des Gespanns hatte "nur" ein paar Knochenbrüche, James dagegen trug unter anderem schlimme Kopfverletzungen davon - so schlimm, dass er lange Zeit im Koma lag. Leider ist seine Krankenversicherung nur unzureichend - der Rücktransport beispielsweise von England nach USA zahlte die Versicherung nicht... James’ Glück im Unglück ist, dass er Mitglied von gleich zwei Motorradclubs ist. Die haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um zigtausend Dollar zu sammeln für den Rückflug von James. Seit fünf Wochen nun ist er wieder in San Francisco und inzwischen in einem Rehabilitations- Krankenhaus untergebracht. Ohne zahlende Versicherung musste er in ein Krankenhaus für Arme - dementsprechend dürftig ist die Behandlung. Seit Wochen ist er schon hier, und noch kein Neurologe hat ihn sich angesehen...! Der Bereich seines Gehirns, das für das Sprachzentrum zuständig ist, wurde durch den Unfall geschädigt. Die andere Gehirnhälfte müsste nun trainiert werden, um diese Aufgabe zu übernehmen. Aber ohne fachliche Hilfe ist das sehr schwer. So unterhält sich James immer noch mit Hilfe einer Schreibtafel... Die beiden Motorradclubs helfen, wo’s nur geht. Sie sammeln immer noch fleißig Geld, um James eine gute Behandlung zu ermöglichen. Außerdem besucht ihn täglich jemand vom Club. Heute an seinem Geburtstag sind wohl so ziemlich alle da... Wir begleiten Paige zu der Feier, das Krankenhaus sieht nicht ganz so trostlos aus, wie wir es uns vorgestellt hatten. Auf dem Flur gibt’s Livemusik, Patienten tanzen und wiegen sich im Rhythmus - fast könnte man meinen, einer Szene aus dem Film "Einer flog übers Kuckucksnest" zuzusehen! Danach haben wir alle Bierdurst, und wir gehen in eine Kneipe, die einen deutschen Namen trägt: Zeitgeist. Der Biergarten ist toll, das Publikum sehr gemischt, von gestylten Hemdträgern bis zum jointrauchenden Hippie ist alles vertreten. Das war wohl mal anders - Zeitgeist war eine reine Motorradkneipe - ohne Helm durfte man nicht rein!
Dem Kabelbrand an Tommys Motorrad wollen wir so schnell wie möglich auf den Grund gehen - das hat Vorrang vor Sightseeing! Paige kennt eine Deutsche, die eine Motorradwerkstatt in San Francisco besitzt. Sie ruft Jennifer an und fragt, ob wir in ihrer Werkstatt schrauben dürfen. Jennifer fragt erst mal zurück, ob wir denn nette Deutsche seien. Paige ist etwas verwundert über diese Frage, antwortet aber "klar, sind die nett". Also dürfen wir kommen. Jennifer ist gelernte Motorradmechanikerin und hat nun schon seit über 10 Jahren ihre Werkstatt. Es ist immer viel los bei ihr, und sie hat eine Handvoll Mechaniker angestellt. Einer davon ist Daniel - ebenfalls aus Deutschland. Tommy bekommt ein Eckchen zugeteilt, wo er seine Maschine zerlegen kann. Er vermutet einen Kurzschluss, denn der Scheinwerfer hatte sich (mal wieder) durch Vibration aus seiner Halterung gelöst und nun wackelt alles. Und so ist’s, die Birne ist schwarz, der Stecker total verbrutzelt. Vom Motorradteile- Handel, der auch - wie soll’s anders sein - einer Deutschen gehört (Paige sagt dazu "die deutsche Motorrad- Mafia") bekommen wir Ersatz für den Stecker - umsonst! Eine neue Birne haben wir im Gepäck, und so ist der Schaden bald behoben. Jennifer gibt uns noch einen guten Tip mit für den nächsten Tag: Die Besichtigung der berühmten Gefängnis- Insel Alcatraz. Die Tour kostet 16,50 $ pro Person, was nicht viel ist, wenn man bedenkt, was wir geboten bekommen.
Mit einer - zugegeben sehr alterschwachen - Fähre geht’s zur zwei Kilometer entfernten Insel. Dort bekommen wir Tonband- Geräte mit Kopfhörer. Die "Audio- Tour" führt uns in deutscher Sprache durch das Zellengebäude, erzählt vom Leben auf Alcatraz, seinen Insassen und der von 14 versuchten Ausbrüchen der einzig erfolgreiche im Jahr 1962, als drei Häftlingen eine spektakuläre Flucht gelang. Wir verbringen mehrere Stunden auf Alcatraz, schlendern über den Gefängnishof, schauen uns die Gefängniszellen von innen an, und bedauern die Häftlinge, die durchschnittlich 8 Jahre auf Alcatraz verbrachten. Ehemals als Festung erbaut, wurde die Insel schon während des ersten Weltkrieges als Gefängnis genutzt - unter anderem für Kriegsdienstverweigerer. 1934 wurde Alcatraz zum öffentlichkeitswirksamen Standort eines Hochsicherheitsgefängnisses. Die meisten Insassen waren Häftlinge, die sich in anderen Gefängnissen als Problemfälle erwiesen hatten - Unruhestifter und Ausbrecher. Berühmte Insassen von Alcatraz waren neben Al "Scarface" Capone, "Doc" Barker, Alvin "Creepy" Karpis, George "Machine Gun" Kelly, Floyd Hamilton und Robert Stroud, der "Vogelmann". Steigende Unterhalts- und Betriebskosten waren der Grund für die Schließung der Haftanstalt auf Alcatraz, genannt "The Rock" - der Felsen. Bevor’s wieder "nachhause" geht, besuchen wir Pier 39, um die dortige Seelöwenkolonie zu bestaunen.
Abends ist wieder Programm angesagt - Paige will uns zum Motorradclub- Treffen mitnehmen. Das Clubheim ist der Besuch schon wert: Alte Schwarzweiß- Fotos aus vergangenen Clubzeiten pflastern die Wände - Der San Francisco Motorcycle Club ist der zweitälteste Motorradclub in den USA! Es ist sehr interessant dem Club- Treffen beizuwohnen. Der Präsident und sein Vize sitzen hinter einem Pult mit Holzhammer - wir kommen uns vor, als ob wir im Gericht sitzen würden. So geht’s aber nicht zu, es wird viel gelacht und viel Bier fließt die Kehlen runter. Aber es geht auch diszipliniert zu. Wenn jedoch einer was sagen will, hebt er die Hand und wartet, bis er aufgerufen wird. Zum Reden steht er auf... Heute ist ein besonderer Tag, denn die dreimonatige Probezeit eines Mitglied- Anwärters geht zu Ende, und die Mitglieder stimmen nun ab, ob er Mitglied wird oder nicht. Dazu wird er hinausgeschickt, dann sagt jeder der will, seine Meinung über den Neuen. Zum Schluss gibt jedes Mitglied seine Stimme ab - mittels schwarzer oder weißer Kugeln, die in eine Box geworfen werden, die auf dem "Richterpult" steht. Schwarz steht für nein, weiß für ja... Unser Anwärter hat Glück, er scheint sich in der Probezeit anständig verhalten zu haben - er wird Mitglied... Dann läuft ein weiterer Anwärter, der die drei Monate noch nicht voll hat, mit einem Eimer rum - da wird zugunsten James’ Lose verkauft. Derjenige der gewinnt, bekommt die Hälfte der Gesamtsumme ausbezahlt. Die Anwartschaft scheint ziemlich hart zu sein - der Arme wird umhergeschickt, man witzelt über ihn, und er muss alles in Ruhe ertragen, wenn er Mitglied werden will... Wir lernen schon wieder einen Deutschen kennen: Christof Hillebrand, der einigen bestimmt ein Begriff ist - er ist der Autor von Motorradcomics. Und er ist auch Mitinhaber von Dubbelju, einer Motorradvermietung in San Francisco. Er lädt uns für den nächsten Abend ein, da wird das 15jaehrige Jubiläum von Dubbelju gefeiert.
Nach einem leckeren warmen Frühstück, das Paige in Windeseile auf den Tisch zaubert, fahren wir mit einem unserer Motorräder nach Santa Rosa. Dort steht Paige’s BMW R 1150 GS bei Freunden unter, um sicher zugehen, dass Paige nach ihrer Fußoperation nicht doch aufs Motorrad steigt. Sie hat ihren Freunden versprochen, erst wieder Motorrad zu fahren, wenn sie ohne Schmerzen wieder in ihre Motorradstiefel kommt. Das geht nun so einigermaßen und nun kann sie es nach drei Wochen Abstinenz nicht mehr erwarten, Motorrad zu fahren. Wir haben uns gern bereit erklärt, die GS nach San Francisco zu bringen, zum Einen, um uns fuer die Unterkunft, Verpflegung und Hilfe von Paige zu bedanken, zum anderen weil sie uns eine besonders schöne Strecke auf der Landkarte gezeigt hat. Abends geht’s ins (ost- )deutsche Restaurant "Walzwerk" - Paige’s Eltern sind nach San Francisco gekommen und sind so großzügig, dass sie nicht nur Paige und ihren Bruder Zack zum Essen einladen, sondern auch uns.
Am nächsten Tag zieht Paige ihre Wanderschuhe an (die Motorradstiefel schmerzen wohl doch noch zu sehr), und gemeinsam fahren wir zu den Twin Peaks. Von diesem Hügel hat man eine sehr schöne Sicht auf San Francisco. Dann holen wir ihre chinesische Freundin Josie ab und fahren nach Chinatown. Paige hat Josie zum Geburtstag einen Wok geschenkt, denn sie meint, dass eine Chinesin ohne Wok keine richtige Chinesin ist. Das ist sie auch nicht - in den USA geboren, hat sie erst ein bisschen Chinesisch gelernt, als sie für ein Jahr im College in Peking war. Nun geht’s heute nach Chinatown, um die restlichen Küchengerätschaften zu kaufen, damit Josie ein vernünftiges chinesisches Essen zustande bringen kann. Zufällig ist gerade das "Moon- Festival", es ist ein großes Straßenfest mit Drachen und Chinesen in traditioneller Tracht. Wir besuchen eine "Cookie Factory", eine Glückskeks- Fabrik, nachdem wir in einem Imbiss leckere Teigtaschen zum Frühstück gefuttert haben. Dann machen wir uns beide alleine auf, um die famose "Cable Car" zu fahren. Es gibt Haltestellen, aber es ist auch erlaubt, während der Fahrt aufzuspringen. Es quietscht und rattert, wenn der Bremser per Handbremse den Schienenwagen auf den steilen Strassen von San Francisco abbremst! Danach treffen wir uns wieder mit Paige und Josie im Zeitgeist auf ein Bier bevor es zur Jubiläums- Party von Dubbelju geht. Dort gibt’s extrem leckeres, frisch aus Deutschland eingeflogenes, Vollkornbrot, Fleischkäse, Würstle und Sauerkraut - hm, lecker, lecker! Wir lernen Rob kennen, der Motorradtouren im Himalaya anbietet und schauen mit Neid die tollen Bilder an...
Am folgenden Morgen schwingen wir uns wieder auf die Mopeds, Paige zeigt uns den schönen Strand beim Golden Gate Park, dann geht’s zum Motorradfest "Dirtbag Challenge". Die Teilnehmer bei diesem Wettbewerb haben ein Budget von 1000,- $ vorgegeben für den Kauf eines Motorrads und für’s Modifizieren. Wir bewundern die Bikes, dann sticht uns aber das Gespann eines weiteren Besuchers ins Auge: Helge aus Norwegen ist ebenfalls quer durch Russland, war in der Mongolei und hat sein Motorrad per Flieger nach Alaska gebracht. Nun ist er auch auf dem Weg nach Südamerika. Ein weiteres Reisemotorrad hat das alles schon hinter sich, sein netter Besitzer Pete lädt uns zu seiner Hochzeit Anfang November nach Guatemala ein. Ob wir das bis dahin schaffen, ist allerdings fraglich. Schade, aber wer weiß...
Dann findet noch ein Straßenfest statt, das wir unbedingt sehen wollen: Die "Folsom Street Fair". Den Besuchern ist freigestellt, ob und wieviel sie als "Eintrittsgeld" spenden wollen - der Erlös der großen Fetisch- und Leder- Party geht an wohltätige Zwecke, beispielsweise an AIDS- Stiftungen. Mit großen Augen wandern wir durch die Folsom Street - so was haben wir noch nie gesehen: Maskierte, kostümierte oder vollkommen nackte Menschen präsentieren sich hier. Sind wir hier wirklich im prüden Amerika??? Abends ist zur Abwechslung mal Ausruhen angesagt, da sind wir uns einig. Wir lassen uns Pizza kommen und nach einem Bier sind wir bettreif nach einem erneuten erlebnisreichen Tag.
Tatsächlich ist es fast eine Woche, die wir in San Francisco verbringen, und wir würden es wirklich noch länger hier aushalten. San Francisco ist für uns die schönste Stadt, die wir in den USA besucht haben. Was auch an unserer netten Gastgeberin liegt, die so ganz anders als wir ist, und uns doch so sehr ans Herz gewachsen ist.
Paige hat uns aber nicht nur grossartige Menues gekocht und San Francisco gezeigt, sie hat auch sehr viel für uns getan: Wir haben vor Wochen ein neues Federbein für Tommys Maschine bei Kyle Racing in Sand City bestellt, da sie die kürzeste Lieferzeit versprachen und den billigsten Preis für das Oehlins- Federbein machten. Das Kreditkonto war schon längst belastet, aber nach unzähligen Telefonaten mit der Firma wurde uns immer mehr klar, dass alles nur leere Versprechungen waren und der Liefertermin auf ein Datum fallen würde, an dem wir schon längst aus den USA sein würden. Das bestätigt uns auch Paige, als sie beim Importeur anruft. Sie übernimmt für uns das Telefonat mit Kyle Racing, um die Bestellung zu stornieren. Paige erklärt uns, dass es kein übliches Geschäftsgebaren ist, den Betrag abzubuchen, wenn nicht klar ist, ob der Liefertermin eingehalten werden kann. Das reibt sie Kyle Racing unter die Nase und bringt sie tatsächlich dazu das Geld prompt zurückzuüberweisen.
Nebenbei hat sie einen Freund beim lokalen BMW- Händler dazu beauftragt, ein Federbein für Tommy ausfindig zu machen. Das ist nicht so einfach, da die stoßdämpfenden Federbeine nach Kundenbedarf, sprich auf das Gewicht von Fahrer und Gepäck und auf Fahrgewohnheiten abgestimmt gebaut werden. Daher sind Lieferzeiten meist relativ lang, wir können aber nicht länger als Mitte Oktober in den USA bleiben, danach läuft unsere Aufenthaltsgenehmigung ab. Und tatsächlich findet Paige’s Freund ein Federbein, das auf Lager liegt - bei Touratech USA. Er fragt für uns an, ob sie gewillt sind, uns fuer das Federbein einen Discount zu geben und als wir mit ein paar Fragen eine Email an Touratech USA schreiben, bekommen wir die Antwort, dass wir gleich zwei Federbeine bekommen - umsonst!! Die Bedingung ist allerdings, dass wir einen Spezialisten zu Rate ziehen, der uns eine stärkere Feder einbaut - abgestimmt auf unser Gewicht. Auch da kann Paige helfen - nach ein paar Telefonaten sind die richtigen Federn bestellt (wir bekommen sie zum Einkaufspreis) und wir dürfen die Federbeine in der Werkstatt vom "Suspension"- Spezialisten selbst einbauen.
Die Werkstatt von Evolution Suspension ist in San Jose, was nicht weit von ihrem Elternhaus in Los Gatos liegt. Paige beschließt, dass wir dort übernachten werden und sie uns begleiten wird! Das ist kein Problem, da sie sich ihre Arbeitszeit als Repräsentantin einer Öko- Molkerei frei einteilen kann - da arbeitet sie eben mehr, wenn wir wieder weg sind...

Los Gatos
Nach einem wieder sehr leckeren Frühstück geht’s um 11.00 Uhr los. Zunächst ein Stück Freeway, gelangen wir auf den Highway # 1, von dort führt uns Paige immer wieder ins Hinterland - schmale Sträßchen mit endlosen Kurven, teils durch Redwood- Wald, teils durch schönes Farmland. In einem Cafe verschnaufen wir, da werden wir von Kim angesprochen. Er hat unsere bepackten Motorräder gesehen und fragt uns über unsere Reise aus. Wir sind etwas verwundert über die Frage, ob wir irgendwas benötigen - er besitzt "California Sport Touring", das ist ein großer Motorrad- Zubehörladen in Kalifornien. Uns fällt spontan nichts ein, außerdem rechnen wir nur mit einem Preisnachlass, aber Kim gibt uns trotzdem seine Karte mit.
Nach einem tollen Fahrtag kommen wir bei Paige’s Eltern Donna und Leo in Los Gatos an. Es sind noch weitere Gäste da, ein Paar aus Neuseeland, aber in einem Fünf- Schlafzimmer- Haus ist genug Platz. Leo ist Zahnarzt und hat einer koreanischen Familie die Zähne umsonst gerichtet. Der Grund dafür ist, das diese Familie ein sehr gutes koreanisches Restaurant besitzt. Nun können Leo und seine Familie dafür umsonst Essen gehen... Und wir ebenfalls!
Am nächsten Tag geht’s zu Evolution Suspension. Rob und seine Frau Jane sind ursprünglich aus England, und haben sich in San Jose selbständig gemacht mit Fahrwerksvermessung, Stossdämpfung und Federung an Motorrädern. Paige kennt die beiden, sie begleitet uns. Die Federn kosten uns gerade mal 150,- $, und wir dürfen den ganzen Tag in der Werkstatt schrauben, Rob hilft uns sogar. Rosa’s Befürchtung, dass ihre Maschine durch das neue Federbein mit stärkerer Feder höher wird, erweist sich als unbegründet. Rob hat nämlich die Idee, einfach das Federbein in der Gesamtlänge etwas zu kürzen, so dass das Motorrad sogar ein bisschen niedriger wird, als vorher! Und Tommy freut sich, dass seine Dakar nun etwas höher kommt.
Schon als wir die Motorräder mit dem Gepäck beladen, merken wir den ersten Unterschied. Gingen bisher die Kälbchen unter dem schweren Gewicht deutlich in die Knie, bleibt nun die Sitzhöhe fast unverändert! Besonders Tommy freut sich sehr über den neuen hinteren Stoßdämpfer, denn die Feder seines alten Federbeins, die er schon einmal in Australien ersetzen ließ, hat durch das Übergewicht schon wieder schlapp gemacht.
Inzwischen ist uns eingefallen, bei was uns Kim eventuell helfen könnte. Tommy hat beim Blättern in einer Motorradzeitschrift die Zusatzleuchten der Firma Motolight entdeckt, die man beispielsweise an der Vordergabel befestigen kann. In den USA sind sehr viele Motorräder mit Zusatzscheinwerfer ausgestattet - man wird einfach besser gesehen und bei Dunkelheit oder Nebel wird die Strasse besser ausgeleuchtet. Paige ruft sofort Kim an, und er hat tatsächlich gute Kontakte zu Motolight und verspricht, dass er sich für uns einsetzt. Kurze Zeit später kommt der Anruf: Wir bekommen zwei Sets Zusatzscheinwerfer gesponsert! Wenige Minuten später ruft Kim noch mal an und fragt, ob wir nicht Reifen wollen - er würde uns zwei Satz sponsern...! Wir sind sprachlos, Paige nimmt das Angebot für uns gerne an. Dann hat sie noch eine Idee - Leo holt seine Schwiegermutter mit seinem kleinen Flugzeug ab - vielleicht will Tommy mitfliegen..? Klar, keine Frage! Leider ist Leo schon in der Luft, als Paige versucht, ihn anzurufen. Die Schwiegermutter kommt nicht nur zu Besuch, sondern ihre Zähne werden gerade von Leo und Zack, Paige’s Bruder behandelt. Zack studiert noch, und seine Oma ist ein willkommenes Opfer zum Üben. Und wir ebenfalls - so bekommen wir zu einer kostenlosen Zahnreinigung, und Tommy bekommt auch noch ein kleines Loch im Zahn geflickt - super!! Nur ein kleines Dankeschön kann Rosa’s selbstgebackener Apfelkuchen dafür sein, was Paige und ihre Familie für uns getan haben... Der Abschied fällt mal wieder schwer, aber Paige verspricht, uns in Los Angeles noch mal zu besuchen, bevor wir die USA Richtung Mexiko verlassen.

Wieder unterwegs
Nach einem reichhaltigen amerikanischen Frühstück von Paige’s Mutter Donna (Eier, Speck, Pfannkuchen mit Ahornsirup und Kaffee), verabschieden wir uns. Ein Stückchen Freeway bis wir aus der Stadt sind, dann biegen wir auf die schöne Mt. Hamilton Road ab. Eine gute Strasse, um die neuen Federbeine zu testen - kurvig, schmal und die eine oder andere Bodenwelle. Hat bisher in den Linkskurven gerne mal der Hauptständer am Boden gestreift, können wir nun in die Kurven liegen, ohne dass was passiert! Das Fahrwerk ist stabiler - wir schaukeln nicht mehr so um die Kurven.
Am New Melones Lake finden wir einen Campingplatz ganz für uns alleine und bleiben gleich zwei Tage dort.
Im urigen Ort Columbia biegen wir auf die Italian Bar Road ab, eine einsame, holprige, staubige und einspurige Schotterstrasse, die über einen Pass führt. Wieder bemerken wir ein neues Fahrgefühl - Waschbrettpisten fühlen sich nicht mehr so holprig an, einige der Unebenheiten werden absorbiert.
Wir erreichen den Highway # 108 und überqueren den Sonora Pass mit fast 3000 m Höhe - landschaftlich und fahrerisch ein Genuss! Der Herbst ist eingekehrt und die Laubbäume strahlen in intensive Farben von goldgelb bis orange, traumhaft schön!
Nach einer kühlen Nacht nahe den "Twin Lakes", biegen wir wieder auf ein Schottersträßchen ab. Von der Bodie Road geht‘s über die Cottonwood Road Richtung Mono Lake. Wieder eine tolle Strecke mit sagenhafter Aussicht auf die karge Mondlandschaft am Mono Lake. Der Mono Lake ist ein Kratersee, das Gestein besteht aus erstarrtem Lava. Das Wasser ist salzhaltig, es leben keine Fische darin, nur eine spezielle Art von Garnelen. Es ist warm, fast heiß, und wir freuen uns, dass es nun wieder in die Berge geht - Die Passtrasse über den Tiogapass führt uns direkt in den Yosemite Nationalpark.

Yosemite Nationalpark
Die kurvige Passtrasse gefällt uns, die Landschaft lässt erahnen, was uns im Yosemite Nationalpark erwarten wird. Der Park liegt sehr hoch - das Kontrollhäusschen am Parkeingang liegt auf etwa 3000 m Höhe. Sobald wir dieses passiert haben, fängt es an zu regnen. Unser Mittagsvesper verbringen wir auf einem Picknickplatz unter halbwegs dichter Baumkrone.
Es ist schade, dass es ausgerechnet jetzt regnet, denn das macht unser Plan zunichte, das Zelt für ein paar Tage im Park aufzustellen, um die Umgebung zu erkunden. Nachts soll es definitiv schneien, da haben wir irgendwie keine Lust aufs Zelten. Wir fragen nach "Cabins", einfache Holzhütten ohne Heizung sind noch erhältlich - für 100,- USD pro Nacht, Steuer kommt noch dazu... Auch ein Hotelzimmer für 130,- USD plus Steuer ist uns doch etwas zuviel. Als wir die Preise fuer Bed und Breakfast checken, glauben wir, uns verhört zu haben. Der nette Typ würde uns einen Sonderpreis geben - nur 170,- USD inklusiv Frühstück!!
Die kurvigen Strassen mit atemberaubendem Panorama, die riesigen Felsen, die Wasserfälle - ein sehr schöner Nationalpark, den wir leider schon wieder verlassen...
Wir schlottern vor Kälte, verlassen den Park nach einem kleinen Abstecher zu gigantisch großen Sequoia- Bäumen noch am gleichen Tag und finden ein Motel für 76,- USD ein paar Kilometer weiter in Oakhurst. Wir wärmen uns unter der heißen Dusche, hängen unsere Klamotten zum Trocknen auf.

Tolle Nebenstrassen
Wir nehmen wieder Nebenstrassen unter die Räder - da gefällt’s uns einfach am besten.
Über die Road # 426 erreichen wir die reizvolle Strasse # 7, den sogenannten "Sierra Vista Scenic Byway". Kein Mensch begegnet uns auf der Strecke durch den Wald, die Strasse wird immer schmaler und holpriger, teilweise ist sie ungeteert.
Von der # 81 haben wir geniale Aussicht in tiefe Täler, der Stausee Mammoth Lake Reservoir" liegt weit unter uns. Die nächste Schotterstrasse heißt wieder Italian Bar Road, anfangs ist der einspurige Weg noch in einem recht guten Zustand, später sehr holprig, teilweise sandig, teils mit tiefen Furchen versehen geht‘s in engen Kurven den steilen Berg hinauf. Wir wundern uns, dass solch eine Strasse überhaupt in der Landkarte eingezeichnet ist, aber wir haben sehr viel Spaß.... Auf der Jose Basin Road sind wir wieder auf Teer unterwegs, entlang einem von vielen Stauseen der Gegend. Die Huntington Lake Road ist genial, steil, kurvig, mit toller Aussicht. Es ist schon recht spät, wir müssen uns beeilen mit der Campingplatzsuche, denn um diese Jahreszeit ist’s um 19.00 Uhr dunkel. Unsere Karte weist einige Campingplätze entlang des Sees aus, aber alle sind geschlossen - es ist Nebensaison. Nur einer der öffentlichen Zeltplätze ist glücklicherweise doch noch offen, wir finden 17,- USD für Plumpsklo, keine Dusche und einen dunklen unebenen Platz im Wald eigentlich zu viel, aber was sollen wir machen... Der Platzwart ist nett, will uns Feuerholz für 7,- USD das Bündel verkaufen, denn es soll Frost geben diese Nacht - wir sind auf 2200 m Höhe. Wir gehen lieber in den Wald und sammeln Holz für unser Lagerfeuer, gehen früh ins Zelt und schlafen bestens in dieser kalten Nacht.
Spät stehen wir am nächsten Morgen auf , die Kälte draußen lässt uns ein bisschen länger im warmen Schlafsack bleiben. Zunächst nehmen wir die Road 168, später landen wir auf der Big Creek Road, wieder eine ungeteerte, teils einspurige Strasse. Wir entdecken einen tollen Platz direkt am Fluss zum Zelten - endlich mal wieder wild zelten. Wir malen uns gerade aus, ein paar Tage an diesem idyllischen Platz zu bleiben, als ein Auto oben an der Strasse hält. Wir dürfen unten am Fluss unsere Motorräder nicht parken, sagt er. Wir versuchen’s mit "nicht verstehen", da steigt er aus, stemmt wichtig seine Arme in die Hüfte, zeigt uns seine Ranger- Uniform und wiederholt dasselbe mit dem gleichen Wortlaut, nur etwas lauter. Ob wir ihn jetzt verstehen würden...? Zelten dürften wir, parken müssten wir aber an der Strasse. Was wir aus Sicherheitsgründen nicht wollen.... Zähneknirschend verlassen wir den schönen Platz. Kurz danach macht Tommy eine Vollbremsung - er hat eine Tarantel auf der Strasse entdeckt!! Sie lässt sich von allen Seiten fotografieren bevor sie im Gras verschwindet. Wow, das war die größte Spinne, die wir je in freier Natur gesehen haben!
Am Stausee "Pine Flat Reservoir" finden wir einen genialen Campingplatz. Mal wieder sind wir, neben der Campingplatz- Wärterin, die einzigen Camper und schlagen unser Zelt auf einem Hügel auf. Dieser öffentliche Campingplatz ist sogar mit Duschen ausgestattet, kostet aber nur 10,- USD die Nacht! Natürlich bleiben wir hier zwei Nächte, verbringen die Zeit mit Motorrad- und Materialpflege. Schon wieder läuft uns eine Tarantel über den Weg, da ist noch eine, kurze Zeit später sehen wir die dritte! Wir fragen die Wärterin und sie erzählt uns, dass die Männchen zur Zeit auf Wanderschaft sind - auf der Suche nach einer geeigneten Partnerin! Dabei legen sie bis zu einer Meile (1,6 km) pro Nacht zurück!! Eine Harley knattert die einsame Strasse entlang, plötzlich stirbt der Motor ab und wir hören, dass der Fahrer sie nicht mehr anbekommt. Er hat uns entdeckt, nimmt Anlauf den Berg hinunter, um auf unseren Hügel zu kommen. Er bittet um ein paar Quart (ein Quart ist ein bisschen weniger als ein Liter) Benzin. Klar, kein Problem. Während wir unsere Zusatztanks per praktischen Schnellverschluss der Leitung anzapfen, fragt er uns über unsere Reise aus. Wir wollen kein Geld für die zwei Liter Sprit, aber er besteht darauf und drückt uns 10,- USD in die Hand. "God bless you, safe travels and welcome to the United States" (Gott segne Euch, sichere Reise und willkommen in den USA) sagt er zum Abschied. Diese Worte hören wir nicht zum ersten Mal. Die Amis sind wirklich sehr nett!

Kings Canyon Nationalpark
Im Trockenen bauen wir unser Zelt ab, kurz danach fängt ’s an zu nieseln. In Sanger kaufen wir Essen für die nächsten Tage - zwar gibt es auch "Grocery stores" in den Nationalparks Kings Canyon und Sequoia, aber dort ist’s erheblich teurer. In dicker Nebelsuppe fahren wir die Kings Canyon Road hinauf in die Berge. Oben ist das Wetter passabel, wir haben die Wolken unter uns gelassen. Nachdem unser Zelt steht, wandern wir zu einer Gruppe 1500 - 2000 Jahre alter Bäume - die Sequoia- Giganten, unter anderem zum "General Grant Tree", dem drittgrößten lebenden "Ding" auf Erden. Dieser Riese ist wie viele andere große und alte Sequoia- Bäume nach einem führenden General im Buergerkrieg benannt. Von der Wanderung ein bisschen aufgewärmt, sammeln wir noch ein bisschen Feuerholz für ein Lagerfeuer, kochen und ziehen uns mal wieder bald ins Zelt zurück - es ist saukalt, und wir schlüpfen in unserer RUKKA- Unterwäsche in den Schlafsack! Wieder stehen wir erst auf, als die Sonne höher steht und ein bisschen Wärme ausstrahlt. Dick eingemummelt fahren wir den "Kings Canyon Scenic Byway" Richtung Cedar Grove durch den eigentlichen Kings Canyon - eine wunderschöne Motorradstrecke! Durchfroren kommen wir nachmittags zurueck und wollen uns eine Dusche im nahen Hotel gönnen - aber 4,- USD pro Person ist uns dann doch zuviel, zumal der Campingplatz (ohne Dusche natürlich) schon satte 18,- USD pro Nacht kostet. Statt Dusche kaufen wir eine Flasche Wein und sammeln Holz für ’s Lagerfeuer - so wird’s uns auch wieder warm!

Sequoia Nationalpark
Wir kommen wegen der Kälte wieder erst um 11.00 Uhr los, aber wir haben’s ja nicht weit, denn der Sequoia Nationalpark schließt sich dem Kings Canyon Nationalpark direkt an.
Wieder eine schöne Kurvenstrecke, geht’s zuerst mal hinab ins Tal. Klar, dass wir uns "das größte lebende Ding auf Erden" nicht entgehen lassen. In kompletter Motorradmontur hüpfen wir den steilen Weg zum "General Sherman Tree" hinunter. Mann, ist der groß! Es gibt zwar höhere Bäume und auch der Durchmesser am Fuss des Baums ist nicht der groesste. Es geht hier um das Volumen - eine Bestimmung des Volumens des Baumes ergab im Jahr 1975 einen Wert von 1486,6 Kubikmetern! Etwas langsamer hecheln wir die 0,8 Meilen den Berg hinauf, spätestens jetzt ist‘s uns warm!
Dann geht‘s zum „Tunnel- Log", einem umgestürzten Baum, unter dem man durchfahren kann. Wieder mit voller Montur klettern wir die steilen Stufen hinauf, die in den riesigen Felsen „Moro- Rock" gehauen wurden. Wieder schwitzen wir, aber der Aufstieg belohnt uns mit grandiosem Panoramablick auf die umliegende Bergwelt und die Kurvenstrasse, die noch vor uns liegt. Wir zelten im Nationalpark, aber dieses Mal auf nur 650 m Höhe.

Songdog Ranch
So etwas haben wir noch nie erlebt - die neu asphaltierte Strasse windet sich um Hunderte von Kurven, so dass wir beide endlich mal ein gerades Stück Strasse herbeisehnen! Das Wetter ist bestens, die Strecke einfach traumhaft. Das gerade Stück Strasse bekommen wir, als wir ins Flachland Richtung Bakersfield kommen. Unendlich flaches Land, hier unten ist‘s diesig, jedes freie Stück Land wird landwirtschaftlich genutzt. Wir fahren an Baumwollplantagen vorbei, an Zitrusbäumen und Kuhweiden.
Unser heutiges Ziel ist die Songdog Ranch. Keine Ahnung, was uns da erwartet - die Adresse haben wir von Sabine bekommen, das ist die Frau vom Geschäfts- Teilinhaber Wolfgang von Dubbelju. Die Ranch liegt im schönen Cuyama Valley, umgeben von sanften Hügeln, die nun braun sind von der sengenden Sonne.
Wir werden überaus herzlich von Jenny, Steve und ihren Kindern James und Ruby empfangen, den Bewohnern der Ranch. Jenny‘s Vater Rev wohnte bevor er in Rente ging auf der Farm, er baute auch das wunderschöne Haus aus Stroh, Lehm und altem Holz.
Er gründete den Familienbetrieb Rev Pack, der nun von Jenny und Steve weitergeführt wird. Sie stellen in ihrer Werkstatt neben dem Haus Motorrad- Transporttaschen her. Uns fallen sofort unsere defekten Regenabdeckungen für unsere Tankrucksäcke ein. Schon seit Monaten sind wir auf der Suche, aber die Regen- Cover werden nur in Verbindung mit einem neuen Tankrucksack verkauft. Nicht so bei Rev, aber leider haben sie unsere Groesse nicht. Kein Problem für Jenny und Steve - sie setzen sich doch tatsächlich an diesem Sonntag Nachmittag an‘s Schneidbrett und Nähmaschine und fertigen uns maßgeschneiderte Regenabdeckungen! Erst recht sprachlos sind wir als wir bezahlen wollen. Die beiden wollen partout kein Geld, sie schenken uns sogar noch zwei Werkzeugtaschen und T-Shirts dazu! Auf der Farm lernen wir auch Anna Cody und Toby kennen. Anna ist Motorradrennfahrerin, sie fuhr schon zusammen mit Jutta Kleinschmidt und schaffte mit ihrer Teamgefährtin Lillie Sweetland als erstes reines Frauen- Team die legendäre Baja 1000, ein Off- Road- Rennen durch die Halbinsel „Baja California„ in Mexiko! Lillie ist leider an Krebs gestorben, und Anna fährt dieses Jahr die Baja 1000 alleine - sie widmet ihr Rennen der gestorbenen Teamkollegin und sammelt Geld für wohltätige Zwecke, für den amerikanischen Krebsverband „American Cancer Society". Eine tolle Begegnung!
Toby ist Herausgeber, Autor und Fotograf der Zeitschrift Dual Sport News. Die beiden sind hier, um für die nächste Ausgabe die Packtaschen von Rev Pack zu testen - praktischerweise gleich auf dem Gelände der Songdog Ranch. Toby macht auch gleich Fotos von uns und unseren Bikes und bietet an, eine kleine Geschichte über uns zu schreiben.
Übernachten dürfen wir auf dem ehemaligen Campingplatz der Songdog Ranch oder im „Gipsy Wagon", einem etwa 100 Jahre alten Zigeunerwagen! Steve lässt die KTM 950 Adventure warmlaufen - wir sollen uns den Campinglatz auf den Hügeln über der Ranch anschauen und dann entscheiden, wo wir schlafen wollen. Die KTM macht Spaß, die Aussicht ist traumhaft schön, aber der Gipsy Wagon reizt uns sehr, und so ziehen wir für eine Nacht dort ein! Davor gibt‘s Rotwein und leckere Pizza mit Salat. Die beiden erzählen uns die Geschichte der Ranch und vom ehemaligen Campingplatz. Rev hatte nie um eine Genehmigung gebeten für den Zeltplatz - er hatte einfach angenommen, dass dies auf seinem Grund erlaubt sei. Ist es aber nicht, denn auch in den USA gibt es Gesetze für die Landnutzung. Das Gebiet ist ausgewiesen als landwirtschaftlich nutzbares Land. Hier darf kein Campingplatz sein, eine Sondergenehmigung gibt‘s nicht. So ist der Campingplatz Vergangenheit... Er war speziell bei Motorradfahrern bekannt. Es wurde sogar ein Rundum- Paket angeboten: Das Zelt stand bei der Ankunft, Dinner for Two gab‘s mit Barbeque und Wein, Frühstück am Morgen, und unendlich viele Offroad- Kilometer vor der Nase... Jährlich wurde ein Motorradtreffen veranstaltet.
Steve erzählt von seiner Zeit, als er noch Hillclimbing- Rennen gefahren ist, Jenny von ihrem gebrochenen Arm, der sie nun davon abhält, mit ihrer Tochter Ruby auf eine zweiwöchige Motorradtour zu gehen.
Nächstes Mal sollen wir länger bleiben, wenn wir kommen. Wir sollen vorher anrufen, damit‘s was Anständiges zu essen gibt. Wir finden, die Pizza war mehr als „anständig", aber ok, machen wir!

Zurück in LA
Der Highway # 33 erfreut uns mit Kurven und toller Aussicht, bevor wir in die Nebelsuppe der Küste eintauchen.
Der Freeway # 101 bringt uns nach Los Angeles, der Verkehr ist grausam, wir sind die vielen Fahrzeuge nicht mehr gewohnt.
Erledigt kommen wir bei unseren Freunden Marni und Irl in Van Nuys, einem Vorort LA‘s an. Das sind die beiden, die uns bei unser Ankunft in den USA im April so sehr geholfen hatten - zuerst mit einem geliehenen Motorrad für unbestimmte Zeit, dann mit einem Dach über‘m Kopf. Scheinbar haben wir uns damals ganz gut benommen, denn wir dürfen bei ihnen wieder einziehen - vorrausichtlich für über eine Woche! Die ganze Post haben wir zu Marni und Irl schicken lassen, es ist fast wie Weihnachten, als wir die Zusatzscheinwerfer von Motolight auspacken, außerdem kamen ein paar wichtige Ersatzteile von Touratech, ein Päckchen von Fischer Hydraulik und natürlich die Reifen von California Sport Touring.
Die Tage vergehen fast zu schnell - es gibt unendlich viel zu schreiben fuer das Webseiten- Update, und die Mopeds müssen fittgemacht werden für unseren neuen Reiseabschnitt Mittel- und Südamerika!
Unser Reisekilometer- Zähler zeigt inzwischen sage und schreibe über 80.000 km an, unsere Motorräder, da gebraucht gekauft, haben inzwischen 96.000 km auf dem Buckel. Eine erhebliche Leistung für Einzylinder! Und wir haben noch viele viele Kilometer vor uns....

Die letzten Tage in den USA
 Fast zehn Tage bleiben wir insgesamt bei Marni und Irl. Zwar ist schon bald alles erledigt, was zu tun war (Webseiten- Update, Emails beantwortet, Postkarten geschrieben, KFZ- Haftpflicht für Mexiko abgeschlossen, Motorrad- Abdeckplanen gekauft, mit zuhause telefoniert, eine verlorengegangen Dichtung vom Steuergerät aus Silikon gebastelt, Ölwechsel, defektes Lager am Federbein- Umlenkhebel ersetzt, Motolights montiert, Hauptständer bei Tommys Moped verlängern lassen und Waschen und allgemeine Durchsicht der Mopeds), aber wir müssen noch auf die Motor- Schutzbügel warten, die Touratech uns freundlicherweise als Ersatz für die abvibrierten alten kostenlos zusenden will. Wir nutzen die Wartezeit, um uns in Venice zusammen mit Marni und Irl, Susan und Harry zu einem deutschen Essen in einem  Restaurant zu treffen. Susan und Harry hatten uns bei unserer ersten Ankunft in Los Angeles sehr geholfen, und wir wollten sie und unsere jetzigen Gastgeber zum Essen einladen. Allerdings zücken Harry und Irl sofort ihre Kreditkarten, als die Rechnung kommt. Trotzdem schaffen wir es, wenigstens die Hälfte der Rechnung zu bezahlen...
 Tom, einer der netten Jungs bei Touratech USA war auf Geschäftsreise in Deutschland und bringt die Sturzbügel frisch aus der Fertigung mit in die USA, so dass wir sie noch rechtzeitig vor unserer Ausreise nach Mexiko bekommen.
Dann geht‘s wieder ans Abschiednehmen... Irl wäre zu gerne für ein paar Tage mit auf die Halbinsel „Baja California“, aber zuviel Arbeit lässt dieses Vorhaben scheitern - anstatt frei zu bekommen, muss er sogar am Wochenende Überstunden im Studio schinden, damit die Musikuntermalung für die Wiedereröffnung des Observatoriums fertig wird. Also sagen wir Auf Wiedersehn zu Marni, Irl und den beiden Hunden Lady und Rocco, die wir auch vermissen werden.
Unser Ziel fuer heute ist San Diego. Dort haben wir uns auf einem Campingplatz mit Paige, unserer Gastgeberin in San Francisco, verabredet. Sie hat sich kurzerhand freigenommen, um uns ein paar Tage zu begleiten. Sie wird erst gegen 22.00 Uhr eintreffen, denn sie hat morgens noch einen Termin.
Fast die ganze Strecke nach San Diego fahren wir auf Freeways, den Autobahnen der USA. Gleich nach 10 Minuten stehen wir allerdings schon im Stau, wir sind in den morgendlichen Berufsverkehr geraten. Erst als wir aus Los Angeles raus sind, beruhigt sich das Verkehrschaos etwas, aber es ist langweilig und nervtötend - besonders wenn mal wieder ein Autofahrer ohne zu schauen in den Freeway einbiegt und uns zur Vollbremsung zwingt. Irgendwann haben wir die Schnauze voll und nehmen lieber kleine Sträßchen wie die # 76 und # 79 unter die Räder, die uns zwar langsamer aber entspannter ans Ziel bringen.
Nachts um 12,00 Uhr wachen wir auf - Paige ist noch nicht da. Hoffentlich ist nichts passiert... Warum sie nicht kam, erfahren wir am Morgen, als wir sie anrufen. Wir hatten nie ihren Freund Morne kennengelernt, und es sollte eine Überraschung für uns geben, dass auch er uns für die paar Tage begleitet. Auf dem Weg allerdings nach San Diego bekam er plötzlich schlimme Bauchschmerzen, so dass der Abend schließlich für die beiden im Krankenhaus endete. Mit einer Notoperation, bei der Morne der Blindarm entfernt wurde... Morne tut uns sehr leid, und es ist so schade, dass wir Paige nun doch nicht mehr sehen...

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